Toter und Verletzte bei Kollisionen zwischen Pkw und Zügen

5. August 2016, 09:38
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Pensionist starb, als er in der Oststeiermark mit Pkw gegen Zug prallte – Rettungswagen kollidierte in St. Pölten mit Regionalzug

St. Pölten-Spratzern / St. Ruprecht an der Raab – Ein 81 Jahre alter Autofahrer ist am Freitag in der Früh bei einem Zugsunglück in der Oststeiermark ums Leben gekommen. Eine Kollision zwischen einem Rettungswagen und einem Zug in St. Pölten ging hingegen mit mehreren Leichtverletzten glimpflich aus.

Der Mann in der Oststeiermark dürfte beim Queren eines unbeschrankten Bahnübergangs mit seinem Pkw die herannahende Zugsgarnitur der Regionalbahn übersehen haben. Er wollte gegen 7.50 Uhr mit seinem Auto in St. Ruprecht an der Raab (Bezirk Weiz) in Richtung Ortszentrum fahren, teilte die Landespolizeidirektion mit. Dabei dürfte er an der dortigen Eisenbahnkreuzung das Rotlicht nicht bemerkt und auch den in Richtung Gleisdorf fahrenden Personenzug der Steiermärkischen Landesbahnen übersehen haben.

Der Lokführer konnte nicht mehr bremsen, der Pensionist erlitt bei dem Zusammenprall tödliche Verletzungen. Weder der Triebwagenführer noch die im Zug befindlichen Fahrgäste wurden verletzt.

Mehrere Leichtverletzte in Niederösterreich

In Niederösterreich ist Freitagfrüh ein Rettungswagen während einer Einsatzfahrt auf einem Bahnübergang ebenfalls mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Der 22-jährige Lenker wurde wie seine Beifahrerin (24) und ein Zivildiener (19) im Fahrzeug leicht verletzt, berichtete NÖ Polizeisprecherin Manuela Weinkirn. Zuginsassen kamen nicht zu Schaden.

Das Rettungsauto war mit Blaulicht unterwegs und bog kurz vor 7.00 Uhr von der Mariazeller Straße (B20) auf die Wolfenberger Straße in Spratzern im Süden der Landeshauptstadt ein. Das Signal der Lichtzeichenanlage am Bahnübergang leuchtete nach Polizeiangaben rot auf. Der Lenker aus dem Bezirk St. Pölten-Land hielt kurz vor den Gleisen und fuhr dann weiter. Das Fahrzeug krachte mit der Front gegen einen Triebwagen den Leobersdorfer Bahn.

Der Rettungsfahrer, die Beifahrerin und der 19-Jährige, der sich hinten im Patientenraum befand, wurden mit leichten Verletzungen in das Universitätsklinikum der Landeshauptstadt gebracht. Die beiden Mitfahrer stammen aus dem Bezirk St. Pölten-Stadt.

Die 35 Fahrgäste im Regionalzug von Schrambach (Bezirk Lilienfeld) zum Hauptbahnhof St. Pölten wurden laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif nicht verletzt. Der Zugverkehr auf der Traisentalbahn war während der Aufräumarbeiten für rund eine Stunde unterbrochen.

Das an der Front schwerbeschädigte Rettungsfahrzeug wurde von den Einsatzkräften abtransportiert. Der Zug konnte seine Fahrt laut ÖBB rund eine Stunde nach der Kollision selbstständig fortsetzen. Im Einsatz standen die Feuerwehren St. Pölten-Spratzern und St. Pölten-Stadt. (APA, red, 5.8.2016)

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