Hypo Italien: Druck auf Renzi wächst

5. August 2016, 09:06
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Berlusconi-Partei Forza Italia drängt zu Schritten für Bankrettung

Rom/Wien – In Rom wächst der Druck auf die Regierung von Premier Matteo Renzi für konkrete Schritte gegen die Auflösung oder Zerstückelung der Ex-Hypo-Italien-Tochter HBI. Die oppositionelle Forza Italia um Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi legte der Regierung einen Antrag vor, mit dem sie zu konkreten Schritten zur Rettung der Jobs in der Bank aufgerufen wird.

Die Auflösung der Ex-Hypo-Italien-Tochter sei eine konkrete Gefahr. Die österreichische Regierung sei fest entschlossen bis 2018 die Bank aufzulösen. "Damit werden 157 Menschen ihre Jobs verlieren", hieß es in einem Schreiben der Forza Italia-Parlamentarierin Sandra Savino.

Dauerprotest der Mitarbeiter

Die Mitarbeiter der Ex-Hypo-Italien-Tochter in Udine haben am Montag mit einem Dauerprotest zur Abwendung einer Auflösung und Zerstückelung des Geldhauses begonnen. Das Personal versammelte sich auf der zentralen Piazza Matteotti in Udine. Weitere Protestaktionen sind in den kommenden Tagen geplant.

Die ehemalige Hypo Italien (heute HBI) gehört seit Herbst 2014 nicht mehr der staatlichen Heta (vormals Hypo Alpe Adria), sondern einer eigenen ebenfalls staatlichen österreichischen HBI Bundesholding. In der HBI-Abwicklungsvorgabe ist nun die Rede davon, das die italienische Bank schrittweise bis Ende 2018 "wertschonend" zusammengeschrumpft wird, um ihre Schulden (namentlich bei der Heta) zu tilgen. Ein Asset-Stripping in Italien käme für die Österreicher letztlich billiger als andere Optionen. (APA, 5.8.2016)

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