Fans fordern: Apple soll aufhören, alte Macs zu verkaufen

5. August 2016, 10:40
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Der Konzern hat etwa immer noch ein Macbook Pro aus dem Juni 2012 im Angebot

Stolze 1.205 Euro verlangt Apple für das Macbook Pro ohne Retina-Display, das mit einem 2,5-GHz-Core-i5-Ivy-Prozessor ausgestattet ist. Im Juni 2012 mag das ein akzeptabler Preis gewesen sein, jetzt ist das Angebot "unverständlich", wie "TheVerge" kommentiert. Tatsächlich regen sich immer mehr Apple-Fans über das Mac-Angebot des IT-Konzerns auf. Das neue Macbook, das mit nur einem USB-C-Anschluss überzeugen wollte, begeistert die Mehrzahl der Nutzer nicht besonders. Und andere Modelle harren schon sehr lange eines Updates.

"MacRumors" empfiehlt: "Nicht kaufen"

"MacRumors" gilt als eine der wichtigsten Nachrichtenquellen für Neuigkeiten rund um Apple. Eines der meistgenutzten Services der Seite ist der "Buyer’s Guide", bei dem "MacRumors" einzelne Produkte bewertet. Fast alle Macs erhalten in dieser Kategorie ein "Nicht kaufen", weil sie veraltet sind und zusätzlich mittlerweile ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Das Macbook Pro mit Retina-Display ist 442 Tage alt, durchschnittlich werden die Modelle alle 268 Tage erneuert. Der Mac Mini ist sogar schon mehr als 650 Tage ohne neues Modell.

Überteuerte Hardware

"Zweifelsohne ist das die Zukunft des Pro-Desktop-Rechners", sagte Apple-Vize Phil Schiller bei der Vorstellung des Mac Pro. TheVerge fragt nun hämisch, ob er etwa gemeint habe, dass exakt dieses Modell die Zukunft sei, weil es wortwörtlich für immer bleibe. Es wirke so, als sei Apple mit seinen Ressourcen bei anderen Dingen, schreibt TheVerge weiter – und verkaufe einfach überteuerte alte Hardware weiter.

Mac nicht mehr "bestes Modell" am Markt

Das führt in sozialen Medien und Foren zu allerlei Unmut. So sagte Oculus-Chef Palmer Luckey, dessen Firma als Virtual-Reality-Experte gilt, dass er mit der Oculus Rift gerne Macs unterstützen werde – "sobald Apple einen guten Computer produziert". Tatsächlich sind in den vergangenen Monaten die Mac-Verkäufe eingebrochen; während sie in den Jahren zuvor stets zulegen konnten. "Menschen, die Apple kaufen, gehen davon aus, dass sie die besten Produkte am Markt kaufen", analysiert TheVerge – doch bei Macs sei dies mittlerweile nicht mehr der Fall. Für den Herbst deutet übrigens vieles auf Updates für Macbook-Pro-Modelle hin. Aber Mac Mini und iMac dürften nicht aktualisiert werden. (red, 4.8.2016)

  • Apple-Vize Phil Schiller bei der Präsentation der Macs 2014
    foto: ap/sanchez

    Apple-Vize Phil Schiller bei der Präsentation der Macs 2014

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