Salzburgs letzte Hürde: "Alles starke Gegner"

4. August 2016, 14:09
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Auslosung am Freitag beschert Dundalk, Hapoel Beer Sheva, FC Kopenhagen, Ludogorez Rasgrad oder Dinamo Zagreb – Bullen bisher ohne Gegentor – Hinteregger lässt Zukunft offen

Salzburg – Fußball-Meister Salzburg trennt nur noch eine Hürde vom ersten Champions-League-Einzug der Red-Bull-Ära. Ihren Gegner im Play-off erfahren die Salzburger Freitagmittag (12.00 Uhr) bei der Auslosung in Nyon. Die angenehmste Aufgabe wäre vermutlich Irlands Meister Dundalk FC. Weitere Möglichkeiten sind Hapoel Beer Sheva aus Israel, der FC Kopenhagen, Ludogorez Rasgrad und Dinamo Zagreb.

Das Minimalziel Europa-League-Gruppenphase haben die Bullen mit dem Aufstieg gegen Partizani Tirana (1:0 und 2:0) bereits erreicht. Entsprechend groß war die Erleichterung. "Wir wissen, dass wir einen wichtigen Schritt gemacht haben", sagte Salzburg-Trainer Oscar Garcia. "Wir sind auf jeden Fall in Europa. Wir werden aber 200 Prozent geben, um auch in die Champions League zu kommen."

Das ist den Salzburgern in bisher acht Anläufen der Red-Bull-Ära nicht gelungen – zum Teil mit Mannschaften, die spielerisch mehr Potenzial offenbarten. Oscar hat die Defensive wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt. "Wir haben in vier Quali-Spielen bisher kein Tor kassiert, das ist die Basis in internationalen Spielen", meinte Außenverteidiger Christian Schwegler.

Veränderungen

Offensiv lief gegen Albaniens Vizemeister auch zu Hause erst in der zweiten Hälfte etwas zusammen – nach einer Abkehr vom in dieser Saison bisher stets praktizierten 4-3-3-System hin zu einem 4-2-3-1, in dem viele Spieler besser zur Entfaltung kamen. "Hin und wieder muss man taktisch etwas ändern", meinte Oscar. "Wenn ich wüsste, dass ich alle Spiele in diesem System gewinne, dann würde ich immer so spielen lassen."

Vorerst dürfte seine bevorzugte Option aber das 4-3-3 bleiben. Der für kolportierte vier bis sechs Millionen Euro geholte Schweizer Torschützenkönig Munas Dabbur kam darin auf dem linken Flügel bisher nicht richtig zur Geltung. Dafür traf mit dem eingewechselten Wanderson im Rückspiel gegen Tirana ein weiterer Neuzugang. "Er kann auf mehreren Positionen spielen, auch hinter der Spitze", sagte Oscar über seinen Lieblingsschüler. "Das ist eine wichtige Verpflichtung gewesen."

Im Duell um das ganz große Geld könnte es ein Wiedersehen mit dem Ex-Bullen Peter Ankersen (FC Kopenhagen) oder Dinamo Zagreb geben. Den kroatischen Serienmeister eliminierten die Salzburger 2009 in der CL-Quali und besiegten ihn 2014 zweimal in der Europa League. Gegen Dinamo schaffte es zudem die Wiener Austria 2013 als bisher letzter ÖFB-Vertreter in die Königsklasse. Bulgariens Meister Ludogorez könnte unangenehm werden, Beer Sheva kennt Oscar aus seiner Zeit in Israel bei Maccabi Tel Aviv.

Die Israelis wären zumindest kein Wunschlos. "Es sind alles starke Gegner, auf die wir treffen können", betonte der Salzburg-Trainer. "Es wird nicht einfach. Ich wünsche mir einen Gegner, gegen den wir gewinnen." Und das Rückspiel im eigenen Stadion. In diesen Genuss sind die Bullen in der letzten CL-Quali-Runde, die sie zum sechsten Mal erreicht haben, bisher noch nie gekommen.

Thema Hinteregger

Martin Hinteregger hat Gefallen an der neuen, defensiveren Ausrichtung unter Trainer Oscar Garcia gefunden. Ob er den Salzburgern über den Sommer hinaus erhalten bleibt, ließ der ÖFB-Teamverteidiger allerdings offen – auch wenn das weiter mögliche Erreichen der Champions League ein lohnendes Ziel darstellt.

"Ich bin heute noch hier, ich bin morgen noch hier, und ich werde auch am Samstag noch hier sein. Ob das am 1. September auch noch so ist, werden wir sehen. Es kann im Fußball schnell gehen", sagte Hinteregger.

Der Vertrag des 23-jährigen Kärntners, der in der Akademie der Bullen groß geworden ist, läuft bis 2019. "Ich bin jetzt zehn Jahre beim Verein. Ich habe jetzt aber auch einmal etwas anderes gesehen", erinnerte der Innenverteidiger an sein Gastspiel in Mönchengladbach. Bei der Gladbacher Borussia spielte er im vergangenen Halbjahr auf Leihbasis, die Kaufoption wurde von den Deutschen nicht gezogen. "Natürlich will man vielleicht wieder einmal woanders hin. Aber ob das jetzt ist oder in zwei Jahren, das weiß ich nicht." (APA, red, 4.8.2016)

  • Salzburgs Auftrag ist noch nicht erledigt.
    foto: apa/krug

    Salzburgs Auftrag ist noch nicht erledigt.

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