Taliban beschießen Touristen in Afghanistan

4. August 2016, 11:38
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Deutsche und Amerikaner unter den Angriffsopfern – Fahrzeug von Rakete getroffen

Kabul/Herat – Eine Gruppe ausländischer Touristen, darunter nach afghanischen Armeeangaben auch einige Deutsche, ist im Westen des Landes offenbar von Taliban beschossen worden. Fünf der insgesamt elf Touristen seien beim Angriff im Bezirk Chisht-e Sharif leicht verletzt worden, sagte der Sprecher des Gouverneurspalasts, Jilani Farhad. Medien hatten zuvor berichtet, es könnte bis zu zehn Tote gegeben haben.

Die Touristen hatten nach Angaben der Behörden eine Armeeeskorte bei sich. Der Sprecher des 207. Korps der Armee, Najibullah Najibi, sprach von "fünf Frauen und sechs Männern, einige Amerikaner, einige Deutsche und andere". Ob sich auch Österreicher in der Gruppe befanden war vorerst nicht bekannt.

Taliban-Kämpfer getötet

Das Fahrzeug sei von einer Rakete getroffen worden. Die Touristen hätten sich aus dem Fahrzeug befreien können und befänden sich auf dem Weg nach Herat, sagte der Najibi. Nach Angaben des Sprechers des Gouverneurs von Herat, Jilani Farhad, töteten die zum Schutz der Touristen mitfahrenden Soldaten nach dem Angriff mehrere Taliban-Kämpfer. Die Taliban haben sich bis jetzt nicht zu der Attacke bekannt.

Der Überfall ereignete sich in der gebirgigen und abgelegenen zentralafghanischen Provinz Ghor, die auf dem Weg zwischen Bamyan und Herat liegt. Diese beiden Provinzen sind reich an historischen Stätten und gelten als relativ ruhig. In Ghor dagegen ist der Aufenthalt in einigen Bezirke gefährlich.

Überhaupt gelten Reisen auf dem Landweg in Afghanistan als immer riskanter, zumal die Angriffe der Aufständischen besonders im Norden, Süden und Osten des Landes zugenommen haben und wo oft heftige Gefechte mit den Sicherheitskräften toben. (APA, 4.8.2016)

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