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ImPulsTanz – der Sturm vor der Ruhe

8. August 2016, 00:00

Mit konsequent hoher Stardichte startet die letzte Festivalwoche: Marie Chouinard, Chris Haring, Dirk Stermann und die Needcompany sorgen für eine fulminante Zielgerade.

Niemand geringerer als die kanadische Choreografie-Legende Marie Chouinard, zudem designierte Direktorin der Tanzbiennale von Venedig, beehrt mit ihrer Compagnie und einer neuen Choreografie inspiriert von Hieronymus Bosch das Volkstheater. Sein Garten der Lüste ist die reiche, schier unversiegbare Quelle an Inspiration, die zur Vorstellung HIERONYMUS BOSCH: THE GARDEN OF EARTHLY DELIGHTS führte. Das großformatige Gemälde über die Entstehung der Welt anno 1500 wird von den zehn herausragenden TänzerInnen zum Leben erweckt. Eine extrem anziehende Zeitreise, die visuell verwöhnt. Durch den regen Andrang gibt es am Dienstag, dem 500. Todestag des Künstlers, eine Zusatzvorstellung.
08. August + Zusatz 09. August, 21:00 Uhr + 10. August, 21:30 Uhr, Volkstheater

Dana Michel, die umtriebige Kanadierin, die für ihre Performance-Karriere ihre Laufbahn als Leistungssportlerin und Buchhalterin ad acta legte, kehrt nach ihrer preisgekrönten Vorstellung Yellow Towel endlich zu ImPulsTanz nach Wien zurück. Im Gepäck hat sie ein brandneues Solo, das uns die Absurdität von stereotypem Denken und dessen Widersprüchlichkeit vor Augen führt. Ein intelligent konstruiertes, humorvoll präsentiertes Spiegelkabinett der Gesellschaft.
Mercurial George: 10. August, 21:30 Uhr + 12. August, 21:00 Uhr, Odeon

Pop und Choreografie leben schon seit einiger Zeit in Symbiose. Nicht nur zeigt sich der zeitgenössische Tanz gerne im Pop-Gewand, auch Pop-Größen schielen des Öfteren zur Inspiration in die Performance-Nische. Auch bei Mårten Spångberg scheinen sich Mainstream und Subkultur die Hand zu reichen und die Ambitionen sind groß: "Pop should not be about reaching the masses, it's a matter of making the masses reach for you." Bei ImPulsTanz kann man gleich die ganze Nacht mit dem "Bad Boy der zeitgenössischen Choreografie" (The Guardian) verbringen.
Natten: 09. August, 18:00 Uhr, mumok Hofstallungen

Jan Lauwers und die Needcompany rekonstruieren die Entstehung der europäischen Gesellschaft anhand der Biografien der PerformerInnen. Ihre Recherche bringt sie ins spanische Cordoba und viele Jahrhunderte weit in die Vergangenheit, in Zeiten, in denen sich niemand um Religionen kümmerte, Frauen und Männer gleichberechtigt waren und die beiden Dichter Abu al ‘ala al Ma’arri und Wallada bint al Mustakfi diese Verhältnisse in ihren Werken verewigten. Eine mitreißende, höchst poetische Zeitreise, die aufzeigt, wie viele unterschiedliche Kulturen ihren Beitrag zum heutigen Europa geleistet haben und somit unwiderruflich Teil dessen geworden sind.
The blind poet: 13. August, 21:00 Uhr, Volkstheater

Im Finale der [8:tension] Young Choreographers’ Series werden die Herzen der Brutalismus-Liebhaber von Bojan Djordjev erwärmt, der zu den Partisanendenkmälern ins ehemalige Jugoslawien entführt. Valentina De Piante Niculae hilft beim Umgang mit alltäglichen Ungeheuern, Aline Landreau erhebt die Stimme und benutzt ihren gesamten Körper um diese zu verstärken und Katerina Andreou lehrt uns den Mut, den wir brauchen um Entscheidungen zu treffen – tatsächlich keine einfache Aufgabe, sich hier zu entscheiden. Zum Glück muss das niemand, alles anschauen geht auch.
Bojan Djordjev – Future Read in Concrete and Stone:
09. August, 19:00 Uhr + 11. August, 21:00 Uhr, Kasino am Schwarzenbergplatz
Valentina De Piante – M.E.L.T. – Motion, Emotion and Lateral Thinking: 09. August, 21:00 Uhr, Schauspielhaus
Aline Landreau – Vox: 08. August, 19:00 Uhr, Odeon
Katerina Andreou – A kinf of fierce: 08. August, 20:00 Uhr, Odeon

Ein weiteres Augenzuckerl im Programm ist die Performance Candy´s Camouflage von Chris Haring und den drei umwerfenden Performerinnen von Liquid Loft. Andy Warhols Screentests waren der Ausgangspunkt für die Imploding Portraits Inevitable-Serie, in der beeindruckend gezeigt wird, wie sehr die Aussage von Warhol, jeder wäre in Zukunft einmal für 15 Minuten weltberühmt, sich im Zeitalter von Youtube und Snapchat bewahrheitet hat. Der vielversprechende dritte Teil wird am Mittwoch als Museumsversion zu sehen sein. Schaurig schöne Film Noir-Sequenzen zu den von Andreas Berger komponierten und live gespielten Soundframes ergeben eine audiovisuelle Wohltat.
10. August, 18:00 Uhr, Leopold Museum

Gegen Ende der Woche nimmt Pieter Ampe uns mit auf die Achterbahn der Gefühle und versucht damit weit entfernte Sphären zu erreichen, von denen er vermutet, dass sich durch die Knappheit der Luft aus emotionalen und sexuellen Energien eine neue Atmosphäre der Emanzipation auftut. Michikazu Matsune hingegen widmet seine letzte Performance in diesem Jahr einem einzigen, mannigfaltigen Gefühl – dem Trennungsschmerz. Die Basis dieser gefühlvollen, traurig bis lustigen und zweifelsohne mitfühlenden Performance sind eine Reihe von Abschiedsbriefen, die in geduldiger Recherche aus den hintersten Ecken des Internets zu Tage befördert wurden.
Pieter Ampe – So you can feel: 12. August, 23:00 Uhr, Schauspielhaus
Michikazu Matsune – Goodbye: 14. August, 18:00 Uhr, Schauspielhaus

Und außerdem: Ein dreifaches auf Wiedersehen. Zu Ehren unserer StipendiatInnen wird am Freitag auf der danceWEB Party im Kasino noch einmal kräftig gefeiert – B.Visible spielt live, die FM4 DJs Christian Fuchs und Sebastian Schlachter sorgen für die richtigen Beats. Bei den «expressions ’16» im Arsenal lassen am Samstag einige der Workshop-Klassen die letzten Wochen Revue passieren und zeigen – bei freiem Eintritt – ihr frisch erstandenes Bewegungsvokabular und Tanzgeschick. Und am Sonntag findet die berühmt berüchtigte Award Ceremony des Casinos Austria Prix Jardin d’Europe und des FM4 Fan Awards statt: Gleich zwei Preise werden an die TeilnehmerInnen vergeben. Im Zuge dieses von Dirk Stermann und Clara Furey moderierten Abends an die PreisträgerInnen überreicht. Noch fröhlicher werden Abschiede kaum gefeiert.
danceWEB Party: 12. August, 22:00 Uhr, Kasino am Schwarzenbergplatz
«expressions ’16»: 13. August, 16:00 Uhr, Arsenal
Award Ceremony: 14. August, 20:00 Uhr, Kasino am Schwarzenbergplatz

Infos und Tickets: www.impulstanz.com & 015235558

  • Volkstheater © Miernik Milewska

    Volkstheater © Miernik Milewska

  • Cie. Marie Chouinard – BOSCH © Nicolas Ruel

    Cie. Marie Chouinard – BOSCH © Nicolas Ruel

  • Dana Michel – Mercurial George © Camille McOuat

    Dana Michel – Mercurial George © Camille McOuat

  • Mårten Spångberg – Natten © Anne van Aerschot

    Mårten Spångberg – Natten © Anne van Aerschot

  • Needcompandy – The blind poet © Maarten Vanden Abeele

    Needcompandy – The blind poet © Maarten Vanden Abeele

  • Bojan Djordjev – Future Read in Concrete and Stone © Ivan Hrkas

    Bojan Djordjev – Future Read in Concrete and Stone © Ivan Hrkas

  • Aline Landreau – Vox © Dieter Hartwig

    Aline Landreau – Vox © Dieter Hartwig

  • Liquid Loft – Candy's Camouflage © Chris Haring

    Liquid Loft – Candy's Camouflage © Chris Haring

  • Michikazu Matsune – Goodbye © Maximilian Pramatarov

    Michikazu Matsune – Goodbye © Maximilian Pramatarov

  • Dance Contest © Ahmet Bahadir Gökçe

    Dance Contest © Ahmet Bahadir Gökçe

  • ImPulsTanz Party © Karolina Miernik

    ImPulsTanz Party © Karolina Miernik

  • ImPulsTanz Party © Karolina Miernik

    ImPulsTanz Party © Karolina Miernik

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