Tigern, Löwen und Wölfen gehen allmählich die Beutetiere aus

4. August 2016, 10:13
5 Postings

Große Landraubtiere werden durch Aussterben ihrer bevorzugten Nahrung bedroht

Paris – Tiger, Löwen und Jaguare sowie einige Caniden sehen sich einem zunehmendem Nahrungsmangel ausgesetzt. Eine nun veröffentlichte Studie kommt zu dem Schluss, dass viele Arten, die den großen Raubtieren als Nahrungsgrundlage dienen, vom Aussterben bedroht sind. Die Autoren von der Oregon State University in den USA untersuchten das Futterverhalten von insgesamt 17 großen Raubkatzen-Arten und Hundeverwandten, die sich von 494 Arten von Beutetieren ernähren.

Letztere reichen von Mäusen bis zu Büffeln. Im Schnitt seien laut der im Fachjournal "Royal Society Open Science" präsentierten weltweiten Vergleichsstudie 25 Prozent der Beutetiere vom Aussterben bedroht. Damit geraten indirekt auch der Rotwolf und elf der großen Raubkatzen-Arten in Gefahr, unter anderem Löwen und Jaguare. Besonders betroffen seien aber Tiger und zwei Leoparden-Arten: Bei ihnen sei sogar die Hälfte der Beutetiere bedroht.

Die Autoren betonten, der Aspekt der Beute sei in der Forschung bisher vernachlässigt worden. Der Schwerpunkt habe auf direkten Gefahren für die Raubtiere durch den Menschen oder Umwelteinflüsse gelegen. (APA, red, 4.8.2016)

Share if you care.