Nokia hebt nach Gewinnrückgang Sparziel an

4. August 2016, 09:44
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Weniger Netzwerk-Investitionen ließen Betriebsgewinn im zweiten Quartal um fast die Hälfte einbrechen

Geringere Investitionen von Telekomkonzernen in ihre Netzwerke haben Nokia zugesetzt. Der Betriebsgewinn (Ebit) sei im zweiten Quartal um fast die Hälfte auf 332 Mio. Euro eingebrochen, teilte das finnische Unternehmen am Donnerstag mit. Dies hänge auch damit zusammen, dass sich viele Kunden inmitten der Übernahme des französischen Rivalen Alcatel-Lucent mit Bestellungen zurückgehalten hätten.

Erwartungen enttäuscht

Nun werde das Sparziel im Zusammenhang mit dem 15,6 Mrd. Euro schweren Kauf um rund 300 Mio. Euro auf nunmehr 1,2 Mrd. Euro bis 2018 angehoben. Der Umsatz gab um elf Prozent auf 5,67 Mrd. Euro nach. Die Erwartungen der Analysten wurden enttäuscht.

Nokia-Chef Rajeev Suri erklärte, er mache leichte Verbesserungen beim Absatz und der operativen Marge im Netzwerk-Geschäft aus. Die Finnen, die ihre traditionsreiche Smartphone-Sparte 2014 an Microsoft verkauft haben, wollen zusammen mit Alcatel-Lucent sich besser gegen die Konkurrenz von Ericsson aus Schweden und den chinesischen Huawei-Konzern wappnen. Allerdings gilt der Markt für Telekomnetze derzeit als schwierig. Erst für 2020 wird wieder mit umfangreichen Investitionen gerechnet. (Reuters, APA, 4.8.2016)

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