Admira ohne Licht bei Slovan Liberec

3. August 2016, 20:01
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Das Team von Oliver Lederer verliert auch das Rückspiel in Tschechien mit 0:2 und muss sich von der EL verabschieden

Liberec – Admira Wacker ist am Donnerstag völlig verdient aus der Qualifikation der Fußball-Europa-League ausgeschieden. Die Admiraner erwischten beim 0:2 im Drittrundenrückspiel bei Slovan Liberec einen schwarzen Tag und hatten nicht den Funken einer Chance, das 1:2 aus dem Hinspiel zu drehen. Die Tore für die Tschechen erzielten Vladimir Coufal (20.) und Nikolai Komlitschenko aus einem Elfmeter (34.).

Bei beiden Gegentoren agierte die Abwehr der Niederösterreicher alles andere als sattelfest. Vor allem Fabio Strauss hatte maßgeblichen Anteil an den beiden Gegentreffern. Vor dem 0:1 überlupfte er Goalie Manuel Kuttin, der nur in extremis retten konnte. Die Aktion schien bereits geklärt, als Coufal den Ball von Srdan Spiridonovic eroberte und seinen Einsatz mit einem satten Schuss zur verdienten Führung krönte.

Schwach

Auch das zweite Gegentor leitete der Ex-Grödiger Strauss mit einem missglückten Rückpass in den Lauf von Liberec-Stürmer Daniel Bartl, den Kuttin mit einem klaren Foul im Strafraum zu Fall brachte, ein. Komlitschenko verwandelte den vom rumänischen Schiedsrichter Radu Petrescu zurecht verhängten Strafstoß sicher.

Auch nach der Pause behielt Liberec die Zügel in der Hand und hatte gute Möglichkeiten, die Führung sogar auszubauen. Zunächst verkürzte Kuttin gegen Zdenek Folprecht geschickt den Winkel (47.), dann zeichnete sich Admiras Schlussmann bei einem Kopfball nach der fälligen Ecke auf der Linie aus (48.).

Zurück

Die Admira bemühte sich nach der Pause zwar, Offensivakzente zu setzen, wirklich Gefährliches brachten die Mannen von Oliver Lederer aber auch weiter kaum zustande. Einem Tor am nächsten kam Christoph Knasmüllner nach einem Eckball des auffälligen Spiridonovic per Kopf, Martin Dubravka im Tor der Tschechen bewahrte Liberec mit einer sehenswerten Parade jedoch vor dem Anschlusstreffer (61.).

Liberec schaltete nach einer laufintensiven ersten Hälfte, in der man die Niederösterreicher mit konsequentem Pressing unter Druck setzte, dann merklich zurück und verwaltete den Gesamtscore von 4:1. (APA, 3.8.2016)

Fußball-Europa-League-Qualifikation, 3. Runde, Rückspiel: FC Slovan Liberec – FC Admira Wacker Mödling 2:0 (2:0). Stadion U Nisy, 5.000 Zuschauer, SR Radu Petrescu (ROU). Hinspiel 2:1. Slovan Liberec mit dem Gesamtscore von 4:1 im Play-off.

Tore: 1:0 (20.) Coufal

2:0 (34.) Komlitschenko (Foulelfmeter)

Liberec: Dubravka – Coufal, Hovorka, Pokorny, Sykora – Breite – Vuch, Folprecht, Sevcik (83. Lesniak), Bartl (76. Navratil) – Komlitschenko (62. Baros)

Admira: Kuttin – Zwierschitz, Strauss, Wostry, Posch – Lackner (88. Roguljic), Ebner – Bajrami, Knasmüllner, Spiridonovic – Starkl (62. Grozurek)

Gelbe Karten: Komlitschenko bzw. Kuttin, Ebner

Meinungen zum Europa-League-Spiel zwischen Slovan Liberec und Admira Wacker (2:0) am Mittwoch (via ORF):

Oliver Lederer (Admira-Trainer): Ich denke, dass der Gesamtscore in etwa das Leistungsverhältnis der beiden Mannschaften widerspiegelt, vielleicht eine Spur zu hoch. Wir waren in der ersten Hälfte überfordert. Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, was mit Mut und Überzeugung möglich ist. Wohlwissend, dass der Gegner einen Gang zurückgeschaltet hat. Wir wissen, dass auf diesem Niveau Fehler bestraft werden. Dafür bekommt man die Rechnung präsentiert, indem man nicht weiterkommt."

Manuel Kuttin (Admira-Tormann): "Man kann es nicht mehr ändern. Wir haben in der zweiten Hälfte bewiesen, was wir können. Das ist uns in der ersten Hälfte nicht gelungen. Solche Rückpässe können einmal passieren, waren aber natürlich nicht positiv."

  • Die Admira kann sich voll und ganz der Meisterschaft widmen.
    foto: apa/herbert neubauer

    Die Admira kann sich voll und ganz der Meisterschaft widmen.

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