F1-Legende Chris Amon verstorben

Video3. August 2016, 16:18
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Neuseeländer erlag 73-Jährig einem Krebsleiden – Obwohl er 183 Runden lang in Führung lag, konnte er nie einen GP gewinnen

Auckland – Neuseelands früherer Formel-1-Star Chris Amon ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Angaben seiner Familie zufolge erlag Amon in einer Klinik in Rotorua einem Krebsleiden.

Obwohl Amon insgesamt 183 Runden in Führung lag, konnte er während seiner 14-jährigen Karriere keinen zur WM zählenden GP gewinnen. Elfmal fuhr er auf das Podium, fünfmal ging er von der Pole Position ins Rennen. Seinen letzten GP bestritt Amon 1976 auf dem Nürburgring. Amon galt als einer der besten Piloten, die nie ein Rennen gewinnen konnte. Nie beschwerte sich der Neuseeländer über fehlendes Glück. Mehrfach betonte er, dass er trotz schwerer Unfälle eineinhalb Jahrzehnte im Rennsport überlebt habe, in einer Ära, als Todesfälle von Kameraden an der Tagesordnung waren.

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1966: Amon/McLaren gewinnen die 24 Stunden von Le Mans.

Der Zeitgenosse von Jochen Rindt und Niki Lauda feierte dennoch große Erfolge. Amon, ein äußerst vielseitiger Fahrer, siegte in acht non-championship GPs, bei der Silverstone International Trophy, gewann die 1000 km von Monza oder die 24 Stunden von Daytona (auf Ferrari). Sein wertvollster Triumph war mutmaßlich der Sieg in Le Mans 1966. Gemeinsam mit seinem Freund und Partner Bruce McLaren pilotierte Amon einen Ford GT40 auf Plazt eins. Bei all diesen Rennen gelang es ihm, erfolgreichere Kollegen aus der Formel 1 zu schlagen.

Während seiner Zeit in der Formel 1 pilotierte Amon Boliden von 13 verschiedenen Herstellern: ein wohl unübertrefflicher Rekord. 1963 debütierte er in einem Lola Mk4A, 1976 beschloss er seine Karriere in einem Wolf-Williams FW05. (red, 3.8.2016)

  • 1968: Chris Amon pilotiert einen Ferrari im GP von Südafrika in Johannesburg.
    foto: ap/worth

    1968: Chris Amon pilotiert einen Ferrari im GP von Südafrika in Johannesburg.

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