Sexismus-Debatte: Saatchi-Chef Kevin Roberts muss gehen

3. August 2016, 14:44
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Eigentümer Publicis: Manager muss Bedeutung von Gleichberechtigung anerkennen

Paris – Seine umstrittenen Äußerungen zu den Ambitionen von Frauen im Berufsleben haben den Chef der Werbeagentur Saatchi & Saatchi den Job gekostet. Kevin Roberts werde am 1. September seinen Posten räumen, kündigte die zum französischen Werbe-Riesen Publicis gehörende Agentur am Mittwoch an.

Roberts in Interview: Einigen Frauen mangelt es an "vertikalen Ambitionen"

Der Brite hatte mit einem Interview eine Debatte über Sexismus in der Branche ausgelöst. Er sagte, einigen Frauen mangle es an "vertikalen Ambitionen", bei wichtigen Wendepunkten in ihrer Karriere entschieden sie sich eher gegen Führungspositionen. Roberts erklärte, selbst keine Zeit zu haben, um Gleichstellungsfragen zu erörtern. In der Werbebranche gebe es keine sexuelle Diskriminierung. Bei Saatchi & Saatchi sei die Mehrzahl der Mitarbeiter weiblich.

Beurlaubt

Roberts war nach dem Interview mit der Nachrichtenseite "Business Insider" am Montag bereits beurlaubt worden. Publicis begründete den Schritt damit, dass die Firma es nicht akzeptieren könne, wenn ein Manager die Bedeutung von Inklusion nicht schätze. Der im Jahr 1949 geborene Manager gilt als eine der schillerndsten und bekanntesten Figuren in der Werbeszene. In seiner Karriere arbeitete er unter anderem für Gillette, Procter & Gamble und Pepsi. (APA, 3.8.2016)

  • Saatchi-Chef Kevin Roberts muss gehen.
    foto: reuters/christine grunnet

    Saatchi-Chef Kevin Roberts muss gehen.

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