AMS-Chef: Arbeitslose sind wählerischer

3. August 2016, 14:00
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Arbeitslose Führungskräfte über 50 Jahre haben hohe Erwartungen

Wien – Für den AMS-Vorstand Johannes Kopf gibt es kein großes Problem mit kompletter Arbeitsunwilligkeit bei arbeitslosen Personen. "Es sind viel weniger als man glaubt", sagte Kopf im APA-Gespräch. Was den Arbeitsort in Österreich und die Arbeitsbedingungen betreffe, seien manche Arbeitslose aber wählerischer geworden, als das Gesetz erlaubt.

Es gehe nicht um Arbeitsverweigerung, sondern Unzufriedenheit mit dem konkreten angebotenen Job. Eine besonders wählerische Gruppe seien – meist männliche – Führungskräfte über 50 Jahren, die bei Jobverlust zu lange nach einer gleichwertig gut dotierten Stelle suchen. Kopf empfiehlt Arbeitskräften generell, schon innerhalb der Kündigungsfrist auf Jobsuche zu gehen bzw. sich beim Arbeitsmarktservice (AMS) zu melden. "Die besten Jobchancen haben Jobwechsler", betonte der AMS-Vorstand.

70 Prozent der Arbeitssuchenden finden binnen drei Monaten einen neuen Job. Jedes Monat länger in Arbeitslosigkeit verringere die Jobchancen, weil Unternehmen länger arbeitslose Personen leider ungern anstellen würden. "Wenn jemand länger arbeitslos ist, sinkt der Marktwert." (APA, 13.8.2016)

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