"Monsterparty" im Wiener Stadtpark: Der "Pokémon Go"-Hype in Bildern

Ansichtssache3. August 2016, 09:20
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Tausende Spieler folgten dem Aufruf zur gemeinsamen Monsterjagd – Wirbel um Genehmigungspflicht

Die Werbeagentur Warda Network, der Games-Blog Cerealkillerz, T-Mobile und Huawei luden am 2. August zur "Pokémon Go"-Party im Wiener Stadtpark. Man versprach, von 16 bis 21 Uhr fast auf dem ganzen Gelände virtuelle Lockmodule anzubringen und kostenloses WLAN bereitzustellen, damit die Monsterjäger ihrem Hobby erfolgreich nachgehen können.

Tausende Spieler, gute Stimmung

Dem Ruf folgten viele Spieler des derzeit in aller Munde befindlichen Smartphone-Spiels. Im Laufe des Nachmittags dürften tausende Pokémon-Trainer das grüne Herz der österreichischen Bundeshauptstadt frequentiert haben. Beim dazugehörigen Facebook-Event hatten im Vorfeld 2.800 Personen ihr Kommen zugesagt. Schon eine Stunde vor dem offiziellen Start war der westliche Teil des Parks von der Spielerschaft praktisch eingenommen worden. Die Polizei rückte zur Bewachung des Johann-Strauß-Denkmals aus, das vor rund zwei Wochen mit Pokémon-Graffiti besprüht worden war.

Die Stimmung war entspannt. Viele Spieler waren der Empfehlung der Einlader gefolgt und hatten Zusatzakkus mitgebracht, um sich nicht wegen Energiemangels vorzeitig verabschieden zu müssen. Beschwerden gab es allerdings darüber, dass das verfügbare WLAN dem Andrang öfters nicht gewachsen war. Spieler dokumentierten den Fang so manch seltener Monster auf Facebook.

Wiener Stadtgärten nicht begeistert

Verschnupft reagiert man bei den Wiener Stadtgärten auf die Pokémon-Party. Dort ist man der Meinung, dass für ein Event dieser Größe eine Anmeldung nebst Magistratsgenehmigung erforderlich gewesen wäre, berichtet der ORF. Die Einlader sind sich wiederum uneins. Seitens von Warda heißt es, es handle sich nicht um eine reguläre Veranstaltung, sondern nur "um ein Treffen von Leuten, die 'Pokémon Go' spielen". Ob die Stadt rechtliche Schritte ergreifen will, bleibt abzuwarten. (gpi, 3.8.2016)

Hinweis: Ein Teil der Bilder wurde dem STANDARD vom Games-Blog Rebell.at zur Verfügung gestellt.

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foto: rebell.at
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