Salzburg kann bereits europäischen Herbst fixieren

2. August 2016, 15:42
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Nach Auswärtssieg gegen Tirana reicht Remis für Aufstieg in CL-Playoff

Salzburg – Meister Red Bull Salzburg könnte am Mittwoch (20.30 Uhr/live im STANDARD-Ticker und in ORF eins) bereits den Einzug in eine europäische Gruppenphase fixieren. Mit einem Aufstieg ins Play-off der Champions-League-Qualifikation gegen Partizani Tirana wäre zumindest die Europa League erreicht. Und auch der Traum vom erstmaligen Einzug in die Königsklasse würde weiter bestehen bleiben.

Eine Hürde haben die Salzburger nach Tirana noch zu überstehen. Ins Drittrunden-Rückspiel gegen den albanischen Meister gehen sie mit einer guten Ausgangsposition.

Neben dem 1:0 aus dem Hinspiel spricht auch die Europacup-Heimbilanz in Qualifikationsspielen klar für Salzburg: Seit 2010 haben die Bullen in CL- und EL-Quali elf Spiele zu Hause nicht verloren. Neun Siege stehen nur zwei Remis gegenüber.

Bisher kaum souverän

Diese Serie wollen die Salzburger ausbauen. "Auswärts haben wir ein gutes Ergebnis erreicht. Zu Hause brauchen wir noch so eines", forderte Trainer Oscar Garcia. "Wir wissen, dass es ein sehr wichtiges Spiel ist." Zumal die Salzburger in der vergangenen Saison unter seinem Vorgänger Peter Zeidler mit einem Aus im Elfmeterschießen gegen Dinamo Minsk sogar die Europa League verpasst hatten.

foto: apa/herbert neubauer
Garcia soll Salzburg in die Champions League führen.

Auch in dieser Saison haben die Salzburger bisher alles andere als souverän agiert. In der Liga mit nur einem Punkt aus zwei Spielen gestartet, setzte sich der Meister auch in Albanien nur dank eines Elfmetertores von Kapitän Jonatan Soriano durch. Dennoch meinte der Trainer: "Wir haben bisher schon gut gespielt in dieser Saison – besser als manchmal in der vergangenen."

Abschluss qualitätsabhängig

Mit den bisher gezeigten Leistungen könne man nicht unzufrieden sein. "Aber wir haben Probleme im Abschluss", sagte Garcia. Wichtig sei es, möglichst viele Chancen zu kreieren. "Aber es hängt viel von der Qualität der Spieler ab, einen guten Abschluss zu finden, da kann der Trainer nicht einwirken", erklärte der Spanier. Am Samstag gegen den WAC (1:1) habe man immerhin vier Topchancen herausgespielt. "Das war gut."

Neuzugang Wanderson hatte dabei sein Pflichtspieldebüt gegeben. Der nach langem Hin und Her vorerst mit einer provisorischen Spielgenehmigung ausgestattete Flügelspieler könnte gegen Tirana auf Kosten von Valentino Lazaro erstmals in die Startformation rücken. "Er ist ein schneller Spieler, der das Eins-gegen-Eins sucht und so Überzahl herstellen kann", sagte Garcia über den Brasilianer mit belgischem Pass. "Er ist ein Spieler, den wir so bisher noch nicht hatten."

Warnung vor Kontern

Gegen die Albaner könnten diese Qualitäten gefragt sein. "Wir wissen, dass es eine konterstarke Mannschaft ist, mit schnellen offensiven Spielern, die auch gut verteidigen können", warnte Garcia. "Die Mannschaft arbeitet gut, so ein Team ist immer gefährlich." Elfmeterschießen habe man aber nicht trainiert. Garcia: "Das bringt nichts. Es hängt immer vom Spieler und dessen mentaler Verfassung ab."

Es steht viel auf dem Spiel, dessen sind sich seine Akteure bewusst. "Es ist ein besonderes Spiel für uns, wir müssen konzentriert sein", erklärte Soriano. Der Druck sei in der CL-Qualifikation ein anderer als in der Meisterschaft.

Ein früher Treffer würde vieles einfach machen. "Ein Tor ist immer wichtig, das gibt immer Vertrauen", sagte der Spanier, der in fünf Saisonpflichtspielen bisher dreimal getroffen hat.

Gute Ausgangslage

Klares Ziel ist der Aufstieg, der die Teilnahme am internationalen Geschäft zumindest bis zur Winterpause sichert. "Daheim spielen wir immer gut. Wir haben eine gute Chance", meinte Soriano. Die Ausgangsposition sei gut, ergänzte sein Kollege Konrad Laimer. Zudem wolle man die Heimserie verlängern. "Aber das geht nur, wenn wir auch im Rückspiel hart arbeiten und unsere taktischen Vorgaben exakt umsetzen." (APA, 2.8.2016)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen zu Red Bull Salzburg – Partizani Tirana:

Champions-League-Qualifikation/3. Runde/Rückspiel:

FC Red Bull Salzburg – FK Partizani Tirana (Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, Mittwoch, 20.30 Uhr/live ORF eins, SR Ivan Kruzliak/SVK)

Salzburg: Walke – Schwegler, Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer – Laimer, Bernardo, Berisha – Wanderson, Soriano, Dabbur

Ersatz: Stankovic – Lainer, Stangl, Sörensen/Schlager, Lazaro, Reyna, Gulbrandsen

Es fehlen: Samassekou (gesperrt), Rzatkowski (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Upamecano (Knieprobleme), Yabo, Prevljak (beide Knieverletzung), Miranda, Leitgeb (beide Knöchelverletzung), Minamino, Hwang (beide bei Olympia)

Partizani: Hoxha – Ibrahimi, Krasniqi, Arapi, Atanda – Ramadani – Ekuban, Vila, Trashi, Torassa – Fili

Ersatz: Xhika – Hasa, Vatnikaj, Bardhi, Batha, Ismailaj, Volas

Es fehlt: Kalari (gesperrt)

  • Salzburg brachte ein gutes Ergebnis aus Elbasan mit.
    foto: apa/herbert neubauer

    Salzburg brachte ein gutes Ergebnis aus Elbasan mit.

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