Grasl will leistungsorientierte Gagen für Direktoren

2. August 2016, 12:17
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Will auf teure Pensionsregelung für sich verzichten

Wien – Generaldirektoren-Gage: ORF-Finanzdirektor Richard Grasl möchte im Fall seiner Bestellung zum ORF-Chef "mit Symbolen" beginnen und bei der Bezahlung der Geschäftsführung ein leistungsorientiertes Gehaltssystem einführen. Zugleich würde Grasl auf eine teure Pensionsregelung für sich verzichten, wie er in seiner Bewerbung erklärte.

"Ich spreche mich für ein leistungsorientiertes Entlohnungssystem aus, das 30 Prozent der bisherigen Remuneration nur bei Erreichen bestimmter Unternehmensziele enthält. 15 Prozent sollen für Kosten- und Termineinhaltung im Bauprojekt als langfristiges Ziel und die anderen 15 Prozent für Programmerfolge pro Jahr vorgesehen sein. Ich verzichte auf eine Valorisierung und auch auf die dem amtierenden Generaldirektor zustehende Pensionsregelung, die einen Prozentsatz des Letztbezugs vorsieht. Ich akzeptiere hier jene Regelung einer Pensionskassenvereinbarung, die ich und alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch bisher als betriebliche Pensionsvorsorge haben", schreibt Grasl.

Ein Boni-System mit Zielvorgaben für die Direktoren gab es bereits in den 2000er-Jahren unter Monika Lindner. Der Rechnungshof kritisierte damals allerdings, dass Generaldirektor, Direktoren und Landesdirektoren Bonifikationen für Ziele erhielten, für deren Erreichung sie keinen wesentlichen Beitrag leisten konnten. Der Bonus-Anteil an den Direktoren-Gehältern wurde deshalb auf rund 10 Prozent reduziert. Der amtierende ORF-Chef Alexander Wrabetz verweist in seiner Bewerbung punkto Vorstellungen zur Vertragsgestaltung auf die zuletzt angewandte Praxis. Das jährliche Salär des ORF-Generaldirektors beträgt laut Medienberichten 350.000 bis 400.000 Euro, jenes für Direktoren soll zwischen 250.000 und die 300.000 Euro liegen. (APA, 2.8.2016)

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