Japanischer Online-Händler Rakuten zieht sich aus Österreich zurück

2. August 2016, 11:22
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Insgesamt 5,3 Mio. Euro Bilanzverlust – 16 Mitarbeiter von Aus betroffen

Die japanische Online-Handelsplattform Rakuten zieht sich Ende August nach dreieinhalb Jahren aus Österreich zurück. Laut Firmenbuch hat Rakuten Austria insgesamt einen Bilanzverlust von 5,3 Mio. Euro angehäuft, schreibt das "Wirtschaftsblatt (Dienstag-Ausgabe). Der Online-Händler will sich in Europa auf die Kernmärkte Deutschland und Frankreich konzentrieren.

Wenige Webshops im Vergleich zur Wirtschaftsleistung

In Österreich gebe es im Vergleich zur Wirtschaftsleistung wenige Webshops, sagte Rakuten-Österreich-Chef Dieter Kindl im Mai 2013 anlässlich des Starts. Noch im vergangenen Jahr meinte Kindl, die Handelsplattform Ebay in Österreich zu überholen sei "in Griffweite", 2016 wollte man erstmals Gewinne schreiben.

Rakuten mit Sitz in Tokio ist eine der größten Handelsplattformen weltweit und hat 2015 sechs Milliarden Euro umgesetzt, in Österreich war aber die Konkurrenz der Online-Händler Amazon und Ebay wohl zu groß. Im Jahr 2015 sollen laut "WirtschaftsBlatt" rund 800 Händler über die Österreich-Plattform ihre Waren verkauft haben, Rakuten erhält eine umsatzabhängige Provision.

16 Mitarbeiter betroffen

In Österreich sind 16 Mitarbeiter vom Ende von rakuten.at betroffen. "Durch die Schließung von Geschäftsbereichen und Standorten sind Mitarbeiter auf allen Ebenen der Organisation betroffen. Wir werden den Beschäftigten Alternativen anbieten, sofern diese zur Verfügung stehen", sagte Rakuten.de-Sprecher Raphael Thierschmann laut Zeitung. (APA, 2.8.2016)

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