EZB rechnet weiter mit kräftiger Nachfrage am Wohnungsmarkt

2. August 2016, 10:54
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Haushalte stecken mehr Geld in Wohnungen und Häuser

Frankfurt – Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet mit anhaltend kräftiger Nachfrage für den Wohnungsbau in der Eurozone. Verbesserungen auf den Arbeitsmärkten sorgten bei den Haushalten für mehr Einkommen, wodurch ihre Bereitschaft zu investieren steige, teilte die EZB am Dienstag mit.

In manchen Ländern kämen Steuervorteile hinzu. Zudem stecken Haushalte mangels Alternativen mehr Geld in Wohnungen und Häuser. Sinkende Hypothekenzinsen und günstige Kreditbedingungen sorgten für zusätzliche Impulse.

"Die Erholung auf dem Wohnungsmarkt hängt vor allem mit einer höheren Nachfrage zusammen, die voraussichtlich kräftig bleiben wird", hieß es. Laut EZB zog nach der Wirtschaftskrise die Bautätigkeit in Deutschland bereits 2010 wieder an, während sie in Spanien oder in den Niederlanden erst 2014 wieder zu steigen begann.

Hierzulande haben sich die Wohnbauinvestitionen zuletzt nach Angaben der s-Bausparkasse schwach entwickelt. Seit Sommer 2014 seien sie real rückläufig – erst Anfang 2016 habe es eine leichte Drehung ins Plus gegeben mit +0,5 Prozent im Jahresabstand, erkärte s-Bausparkassen-Chef Josef Schmidinger Ende Juni. Seit 2010 hätten sie aber in Summe um 2 Prozent abgenommen.

Diese Entwicklung stehe freilich im Widerspruch zur Entwicklung der Baubewilligungen, die laut Statistik Austria seit 2010 gemessen an den Bruttogeschoßflächen um 19 Prozent und bezogen auf die Zahl der Wohnungen um 30 Prozent gestiegen seien. (Reuters/red, 2.8.2016)

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