Neymar soll Brasiliens Fußball olympisches Gold liefern

2. August 2016, 10:43
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Barca-Superstar soll WM vergessen machen – auch RB Salzburg ist dabei

Rio – Rekordweltmeister Brasilien strebt bei dem ab Donnerstag stattfindenden Herren-Turnier die erste Olympia-Goldmedaille im Fußball an. Die Hoffnungen der Gastgeber ruhen dabei auf Superstar Neymar.

Die Red-Bull-Salzburg-Legionäre Takumi Minamino (Japan) und Hee-Chan Hwang (Südkorea) gehen in Rio ebenfalls auf Medaillenjagd. Sie stehen dem Meister damit weiterhin nicht zur Verfügung.

Mit Neymar soll Brasilien bei Olympia das bittere Halbfinal-Aus bei der Heim-WM 2014 vergessen machen. Im Gegensatz zu London 2012, als Brasilien mit zahlreichen Stars angetreten ist, ruhen die Hoffnungen in Rio einzig und allein auf dem 24-Jährigen.

Der Angreifer des FC Barcelona musste dafür auf die Copa America verzichten, da ihn sein Verein nur für eines der beiden Turniere freigeben wollte.

foto: apa/afp/evaristo sa
Das Training macht Neymar offenkundig Spaß.

Deutschland mit starkem Kader

Für die Clubs besteht keine Abstellpflicht, die Verbände müssen sich mit den Vereinen individuell einigen. Bei den Deutschen wurden Spieler, die bei der EM in Frankreich dabei waren, nicht nominiert. Damit fehlen unter anderen Marc-Andre ter Stegen, Joshua Kimmch oder Emre Can, obwohl diese bei der U21-EM für die Olympia-Qualifikation mitverantwortlich waren.

Mit Weltmeister Matthias Ginter, den Zwillingen Lars und Sven Bender sowie den bereits in der A-Mannschaft erprobten Max Meyer und U21-Kapitän Leon Goretzka treten die Deutschen trotzdem mit einem namhaften Kader an.

Mexiko als Partyschreck?

Neben Kolumbien mit dem 31-jährigen Teofilo Gutierrez, der schon bei der WM 2014 glänzte, zählt Titelverteidiger Mexiko zu den größten Konkurrenten der Selecao. Torjäger Oribe Peralta, der im Finale 2012 in London beim 2:1-Erfolg gegen Brasilien einen Doppelpack erzielte, soll die Mexikaner dieses Mal erneut zu Gold schießen.

foto: dapd/andrew medichini
Sombreroträger Peralta war schon 2012 der Held.

Das Turnier wird mit U23-Mannschaften bestritten. Teilnahmeberechtigt sind Spieler, die am oder nach dem 1. Jänner 1993 geboren sind. Im FIFA-Reglement wird jedoch eine Ausnahme ermöglicht: "Für die Endrunde dürfen zusätzlich drei Spieler, die dieses Alterskriterium nicht erfüllen, in die offizielle Spielerliste aufgenommen werden." Für das Frauenturnier gibt es keine Altersbeschränkung.

Beginn vor Eröffnungsfeier

Bei den Männern nehmen 16 Mannschaften teil. Die Vorrunde wird in vier Vierergruppen ausgetragen, die jeweils zwei besten Teams kommen ins Viertelfinale. Austragungsorte sind neben Rio (Maracana und Olympic Stadium) auch Belo Horizonte, Brasilia, Manaus, Salvador und Sao Paulo.

Bereits in der ersten Runde am Donnerstag kommt es in Gruppe C zum Schlager Mexiko gegen Deutschland (22.00 Uhr MESZ). Brasilien trifft in Gruppe A zum Auftakt am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ) auf Südafrika. Die weiteren Gruppengegner Irak und Dänemark eröffnen davor in Brasilia das Turnier (18.00 Uhr MESZ).

USA wieder Frauen-Favorit

Bei den Frauen, die bereits am Mittwoch starten, ist der aktuelle Weltmeister und fünffache Goldmedaillengewinner USA Favorit. Mit elf Siegen in Folge halten die Amerikanerinnen aktuell die längste Erfolgsserie aller Turnier-Teilnehmer. Im Kader der US-Damen stehen sieben Spielerinnen, die bereits olympisches Gold gewonnen haben.

foto: ap/graham hughes
Was Neymar für Brasiliens Herren ist, ist Marta für Brasiliens Frauen: Das Prisma der Hoffnungen.

Größter Konkurrent im Kampf um die Goldmedaille ist Gastgeber Brasilien. Die fünffache Weltfußballerin Marta soll das Team nach Silber in Peking 2008 und Athen 2004 endlich zum Turniersieg führen. Wieder mit dabei ist die 38-jährige Formiga, die zum bereits sechsten Mal um Olympia-Gold kämpfen wird. Die Mittelfeldspielerin nahm an allen olympischen Fußballturnieren der Frauen seit der ersten Auflage 1996 in Atlanta teil.

Auch Deutschland hegt für das Turnier große Hoffnungen. Bundestrainerin Silvia Neid: "Wir wollen die Goldmedaille gewinnen." (APA, 2.8.2016)

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    foto: ap/eraldo peres
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