Regenbogenfahne sorgt in Slowakei für politischen Wirbel

1. August 2016, 13:13
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Ministerpräsident verurteilte Hissen des LGBT-Symbols während der Budapester Pride-Parade als "inakzeptabel"

Bratislava – In der Slowakei sorgt die Regenbogenfahne für Wirbel. Der Botschafter des Landes in Ungarn, Rastislav Kacerov, hatte das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung während der Pride-Parade in Budapest hissen lassen. Das hat ein unerwartetes Nachspiel. Ministerpräsident Robert Fico verurteilte die Aktion nun, fast einen Monat später, als "inakzeptablen Exzess".

Der Vorsitzende der oppositionellen Slowakischen Nationalpartei (SNS), Andrej Danko, ging noch weiter und forderte die Absetzung des Botschafters. Außenminister Miroslav Lajcak warnte den Botschafter vor politischen Alleingängen. Auch andere Botschaften hatten während der "Budapest Pride" Anfang Juli ihre Solidarität bekundet.

Pride-Parade in Bratislava

Am Wochenende fand in Bratislava eine Pride-Parade statt. Zwanzig ausländische Botschafter in der Slowakei, die derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, unterstützten die Aktion. Rund 500 Polizisten mussten für die Sicherheit der mehr als 2.000 TeilnehmerInnen sorgen. AnhängerInnen der rechtsradikalen Volkspartei Unsere Slowakei (LSNS) versammelten sich zu einer unangemeldeten Gegendemonstration. Vier Personen wurden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen., wie die Zeitung "Pravda" am Montag berichtete. (APA, dpa, 1.8.2016)

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