Russischer Hubschrauber mit fünf Insassen in Syrien abgeschossen

1. August 2016, 18:28
68 Postings

Soll humanitäre Hilfsmittel nach Aleppo gebracht haben – Alle fünf Insassen gestorben

Damaskus/Moskau – Ein russischer Helikopter ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der syrischen Provinz Idlib abgeschossen worden. Die fünf Insassen – darunter drei Besatzungsmitglieder – kamen nach Kreml-Angaben ums Leben. Der Transporthubschrauber vom Typ Mi-8 soll Hilfsgüter nach Aleppo gebracht haben und sei auf dem Rückweg zu seinem Stützpunkt Hmeimim gewesen.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, die Besatzung habe noch "heldenhaft" versucht, durch ein Flugmanöver Opfer am Boden möglichst zu vermeiden. Bei den beiden Nicht-Besatzungsmitgliedern handelte es sich den Angaben zufolge um Vertreter des russischen Zentrums für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien. Damit starben seit Beginn des russischen Einsatzes in Syrien an der Seite der Regierung in Damaskus Ende September 2015 nach offiziellen Angaben insgesamt 18 russische Soldaten.

Leichen mit russischen Papieren

Im Internet tauchten kurz nach dem Abschuss des russischen Hubschraubers Fotos von Kämpfern auf, die russische Ausweispapiere zeigten, sowie von einer blutüberströmten männlichen Leiche in einer Wüstengegend, umringt von einem halben Dutzend Menschen. Die Echtheit der Fotos war nicht überprüfbar.

Mit einer neuen Offensive versuchten derweil jihadistische und islamistische Rebellengruppen, den Belagerungsring regierungstreuer Verbände um Aleppo zu durchbrechen. Die islamistischen Gruppen zündeten am Sonntag Autobomben und feuerten Raketen ab, während ihre Kämpfer vorrückten, um eine neue Versorgungsroute in die von Rebellen gehaltenen Stadtteile zu öffnen. (APA, 1.8.2016)

Share if you care.