In Texas verunglückter Ballon geriet wohl in Stromleitung

1. August 2016, 08:24
11 Postings

Heißluftballon war mit 16 Menschen an Bord in ein Feld nahe Austin gestürzt

Austin – Nach einem schweren Ballon-Unglück im US-Staat Texas mit 16 Toten gehen die Ermittler davon aus, dass der Heißluftballon in eine Hochspannungsleitung geraten ist. Bei den Ermittlungen seien "konkrete Beweise" für diese Vermutung gefunden worden, sagte ein Vertreter der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB.

Der Ballon war am Samstag nahe der Stadt Lockhart, rund 50 Kilometer südlich von Austin, in Flammen aufgegangen und in ein Feld gestürzt. Anrainer hatten gleich nach dem Absturz vermutet, dass der Ballon eine Stromleitung berührte, die direkt über das Feld führt. Keiner der 16 Insassen überlebte das Unglück.

Opfer noch nicht identifiziert

Die NTSB wird bei den Ermittlungen von der US-Luftfahrbehörde FAA und der US-Bundespolizei FBI unterstützt. Zur Identität der Opfer machten die Ermittler noch keine Angaben. Sie zu identifizieren, werde vermutlich länger als eine Woche dauern, erklärte das Büro des Sheriffs von Caldwell County. Medienberichten zufolge ist unter den Toten auch der Besitzer der Firma Heart of Texas Hot Air Balloon Rides, die die Ballonfahrt organisiert hatte.

Das Unglück war der bisher schlimmste Ballon-Unfall in den USA und auch einer der schlimmsten weltweit. Beim bisher schlimmsten Absturz in den USA waren sechs Menschen uns Leben gekommen. Im Februar 2013 waren beim Absturz eine Heißluftballons in Ägypten 19 Menschen ums Leben gekommen. Der Ballon hatte bei einem Rundflug über der Tempelstadt Luxor in etwa 300 Metern Höhe Feuer gefangen und war abgestürzt. (APA, 1.8.2016)

  • Artikelbild
    foto: epa/wojciech pacewicz
Share if you care.