Papst: Islam nicht mit Gewalt gleichsetzen

1. August 2016, 05:50
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Nach Angriff auf Kirche betonte Papst Franziskus: "Auch Katholiken begehen Verbrechen"

Vatikanstadt – Papst Franziskus hat nach dem islamistischen Anschlag auf eine katholische Kirche in Nordfrankreich davor gewarnt, den Islam mit Gewalt gleichzusetzen. "Ich mag nicht von islamistischer Gewalt sprechen", sagte das Oberhaupt der Katholiken am Sonntag auf dem Flug vom Weltjugendtag in Krakau nach Rom. Auch Katholiken würden Verbrechen begehen.

Er lese jeden Tag in den Zeitungen von Gewalttaten in Italien, "und das sind getaufte Katholiken, es sind gewalttätige Katholiken", fuhr er fort. "Ich glaube, es ist nicht richtig, den Islam mit Gewalt zu identifizieren." In jeder Religionsgruppe gebe es eine kleine Gruppe Fundamentalisten. Nicht alle Muslime seien gewalttätig – und nicht alle Katholiken.

In einer Kirche in Nordfrankreich hatten zwei Islamisten am Dienstag Geiseln genommen und einen Priester ermordet. Medienberichten zufolge waren die Angreifer erst kurz vor dem Anschlag miteinander in Kontakt getreten. Die Auswertung ihrer Telefone habe ergeben, dass sie erstmals am 22. Juli über den Kurzmitteilungsdienst Telegram in Kontakt aufgenommen hätten, berichtete die Zeitung "Le Figaro" in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf "eine informierte Quelle". (APA, 1.8.2016)

  • Papst Franziskus auf dem Flug vom Weltjugendtag in Krakau nach Rom: "Ich mag nicht von islamistischer Gewalt sprechen."
    foto: reuters

    Papst Franziskus auf dem Flug vom Weltjugendtag in Krakau nach Rom: "Ich mag nicht von islamistischer Gewalt sprechen."

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