Last-Minute-Treffer lässt St. Pölten jubeln

31. Juli 2016, 21:00
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Team von Karl Daxbacher setzt sich gegen die Admira mit 2:1 durch und feiert den ersten Sieg im zweiten Spiel. Schütz mit dem Goldtreffer in der Nachspielzeit

Aufsteiger St. Pölten hat in der zweiten Runde der Fußball-Bundesliga den ersten Sieg in der höchsten Spielklasse geholt. Die St. Pöltner gewannen das NÖ-Duell gegen Admira Wacker am Sonntagabend zuhause mit 2:1 (0:0). Mehr als eine halbe Stunde spielten die Gastgeber nach einer Gelb-Roten Karte für Markus Wostry mit einem Mann mehr, der Siegtreffer gelang aber erst mit der letzten Aktion.

Dabei ging die Mannschaft von Trainer Karl Daxbacher kurz nach dem Ausschluss durch Manuel Hartl (64.) in Führung. Srdjan Spiridonovic gelang aber fünf Minuten später aus einem Elfmeter der Ausgleich. In der 94. Minute erzielte Daniel Schütz den Siegtreffer für St. Pölten. Admira Wacker verlor damit nach der 1:2-Niederlage gegen Slovan Liberec in der Europa League das zweite Spiel hintereinander.

Pause und Offensive

Es war das erste Bundesliga-Duell zweier Mannschaften aus Niederösterreich seit 22 Jahren – damals war noch VSE St. Pölten, der Vorgängerverein des SKN, der Gegner der Admira – und das erste Bundesliga-Duell der beiden Vereine überhaupt. Drei Tage nach dem Spiel gegen Liberec gönnte Admira-Trainer Oliver Lederer seinem Offensiv-Quartett eine Pause und baute seine Mannschaft an mehreren Positionen um.

Die Admira-Offensive legte auch mit neuem Gesicht ambitioniert los und brachte es in den ersten zehn Minuten auf zwei gute Möglichkeiten. In der 4. Minute verzog der diesmal im offensiven Mittelfeld aufgebotene Thomas Ebner knapp. Vier Minuten später parierte St.-Pölten-Tormann Christoph Riegler einen Schuss von Christoph Monschein aus kurzer Distanz.

Die Admira spielte auf ein frühes Tor, attackierte die St. Pöltener früh beim Spielaufbau, schaltete nach einer Viertelstunde aber etwas zurück. So sorgte ein Fehler von Riegler für die letzte klare Chance vor der Pause. Nachdem der Tormann von St. Pölten am Ball vorbeifuhr, klärte Michael Huber knapp vor Monschein (38.).

Wostry muss runter

St. Pölten kam in der ersten Hälfte lediglich mit einem harmlosen Volley von Verteidiger Daniel Petrovic vor das Tor. Richtig gefährlich wurden die Gastgeber erst, als sie einen Mann mehr auf dem Feld hatten. In der 59. Minute sah Wostry nach einer vermeintlichen Schwalbe eine harte Gelb-Rote Karte. Er wurde von Andreas Dober nicht Elfmeter-würdig, aber mit Körperkontakt im Strafraum behindert.

Danach setzte St. Pölten zu einer kleinen Offensive an. Nach zwei knapp verfehlten Schüssen von Lukas Thürauer und Schütz erzielte der eingewechselte Hartl nach einem Lattenkopfball von Petrovic per Abstauber in der 64. Minute die Führung. Diese hielt aber nur für fünf Minuten.

Goldener Schütz

Einen Zweikampf zwischen Ebner und Dober an der Strafraumgrenze interpretierte Schiedsrichter Harald Lechner in einer harten Entscheidung als Foul und entschied auf Elfmeter. Spiridonovic verwandelte sicher. Der Flügelspieler hatte mit einem Kopfball in der 75. Minute auch die größte Chance auf den Siegtreffer für die Admira.

Der gelang mit der letzten Aktion den Hausherren. In der 93. Minute vergab der eingewechselte Bundesliga-Debütant und Neuzugang Jeroen Lumu noch knapp, eine Minute später machte es Schütz besser. Er verwandelte eine Hereingabe von Dober vom Elfmeterpunkt. (APA, 31.7.2016)

Fußball-Bundesliga (2. Runde): SKN St. Pölten – FC Admira Wacker Mödling 2:1 (0:0). St. Pölten, NV Arena, 3.430, SR Lechner

Tore: 1:0 (64.) Hartl

1:1 (69.) Spiridonovic (Elfmeter)

2:1 (94.) Schütz

St. Pölten: Riegler – Dober, Huber, Petrovic, Grasegger – Stec (77. Lumu), Ambichl (62. Hartl), Mader, Schütz – Thürauer – Luckassen (85. Mosböck)

Admira: Kuttin – Zwierschitz, Strauss, Wostry, Posch – Lackner, Toth – Ayyildiz (74. Bajrami), Ebner, Spiridonovic (81. Starkl) – Monschein (67. Knasmüllner)

Gelb-rote Karte: Wostry (59./Foul/Schwalbe)

Gelbe Karte: Schütz, Dober bzw. keine

  • St. Pölten ist endgültig angekommen.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    St. Pölten ist endgültig angekommen.

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