Asamer, Lafarge und Wopfinger bilden Beton-Allianz

31. Juli 2016, 17:22
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Die Baustoffunternehmen Asamer, Wopfinger und Lafarge wollen ihre Logistik zusammenlegen

Wien – In die österreichische Baustoffindustrie kommt Bewegung. Zumindest in einem Teilbereich werden die Karten neu gemischt: Konkret wird gerade ein Zusammenschluss wichtiger Anbieter bei Transportbeton vorbereitet. Asamer, Wopfinger und Lafarge wollen ihre Aktivitäten teilweise fusionieren. Ein Antrag bei der Bundeswettbewerbsbehörde wurde bereits gestellt. Nähere Auskünfte wurden unter Verweis auf die Verschwiegenheitspflicht nicht gegeben, und auch die involvierten Unternehmen geben sich wortkarg oder waren nicht zu erreichen.

Klar ist: Die oberösterreichische Asamer-Gruppe, das von Friedrich Schmid kontrollierte Baustoffimperium (Wopfinger, Baumit) und das zur französischen Lafarge zählende Unternehmen Perlmooser gehören zu den Großen der Branche. Marktexperten zufolge rücken sie mit der Allianz der bayerischen Rohrdorfer-Gruppe, die sich im Vorjahr mit dem Kauf des Baustoffprimus Cemex Österreich zum Marktführer aufgeschwungen hat, zu Leibe. Allerdings: Es handelt sich offenbar nicht um eine Vollfusion. Dem Vernehmen nach werden die als Fahrmischer bezeichneten Lastkraftwagen – rund 100 an der Zahl – in eine gemeinsame Gesellschaft namens Betonlogistik eingebracht.

Die künftig zentrale Koordination soll Kosten senken und Leerfahrten vermeiden. Die Mischwerke sowie die Kies- und Sandgewinnung bleiben demnach bei den an der Fusion beteiligten Unternehmen. Die Branche hat in den letzten Jahren von großen Infrastrukturbauten wie Hauptbahnhof, Krankenhaus Nord, Fußballstadien oder Bahntunneln profitiert, sagt der Geschäftsführer des zuständigen Fachverbands, Andreas Pfeiler. Die Produktion in mehr als 200 Werken stieg 2015 um 4,3 Prozent auf 9,6 Millionen m3. Die per Jahresbeginn erfolgte Anhebung der Tonnage je Lkw von 32 auf 36 Tonnen soll Fahrkosten – und CO2 – sparen. (as, 31.7.2016)

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