Gemeindebundpräsident kritisiert Grasls Frühstücks-TV-Pläne

31. Juli 2016, 15:18
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Mödlhammer: "Nicht abdrehen, sondern ausbauen" – "Der ORF ist hier auf dem Weg zu einem Bürgerfernsehen"

Wien – Die Frühstücks-TV-Pläne von ORF-Finanzdirektor Richard Grasl sorgen für Kritik. Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer (ÖVP) sprach sich am Samstag gegen eine Verlagerung von "Guten Morgen Österreich" (GMÖ) zurück ins zentrale ORF-Studio aus.

"Ich mische mich nicht in die aktuelle ORF-Politik hinein, aber 'Guten Morgen Österreich' ist ein Erfolgsprojekt. Das sollte man nicht abdrehen, sondern ausbauen", sagte Mödlhammer im Gespräch mit der APA. Es gebe aus den Gemeinden sehr gute Rückmeldungen und auch im Ausland sei er bereits positiv auf das Format angesprochen worden. "Der ORF ist hier auf dem Weg zu einem Bürgerfernsehen. Das abzudrehen hielte ich für einen großen Fehler", erklärte Mödlhammer.

Zurück ins Studio

Grasl will das Frühstücksfernsehen "Guten Morgen Österreich" im Fall seiner Bestellung zum ORF-Generaldirektor wie berichtet "zurück ins Studio holen". Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass es einfacher sei, rasch auf aktuelle Ereignisse zu reagieren, wenn sich das Studio in der ORF-Zentrale befindet. Regionale Elemente könnten durch Live-Schaltungen integriert werden, das mobile GMÖ-Studio bei den ORF-Vorabend-Sendungen zum Einsatz kommen, erklärte Grasl bei der Präsentation seines Bewerbungskonzeptes.

Laut Mödlhammer stärke das Tour-Konzept, bei dem der ORF mit einem mobilen Studio durch die Gemeinden tingelt, die Bindung zwischen Publikum und ORF. "Das ist ein unheimliches Asset, das man nicht verspielen sollte. Zugleich ist das eine Chance für den ORF, regionale Identität zu erhalten. Im Hinblick auf die Konkurrenz ist das enorm wichtig. Und für die Menschen vor Ort ist die Sendung ein Spiegel der Regionalität, der die Vielfalt des Landes wiedergibt. 'Guten Morgen Österreich' ist ein Produkt, auf das Österreich stolz sein kann und auf das die Gemeinden großen Wert legen." (APA, 31.7.2016)

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