Zwei Gewitter richteten in Bad Gastein Schäden an

31. Juli 2016, 09:59
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Im Kötschachtal wurden Teile der Straße und mehrere Holzbrücken mitgerissen

Bad Gastein/Thomatal – Zwei lokal begrenzte, aber äußerst heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen haben am Samstagabend in Bad Gastein (Pongau) erhebliche Schäden angerichtet. Die Straße nach Sportgastein wurde von mehreren kleinen Muren verlegt. Im Kötschachtal trat der Bach über die Ufer, verlegte Teile der Straße und riss einige Holzbrücken mit sich. Zudem musste die Feuerwehr mehrere Keller auspumpen.

Das Holz und mitgerissene Bäume verlegten ein Rückhaltebecken der Wildbachverbauung meterhoch mit Geröll. Die 20 Meter hohe Wehranlage aus den 1960er-Jahren habe aber Schlimmeres verhindern können, hieß es im Bericht der Freiwilligen Feuerwehr. Im Kraftwerk Kötschachbach kam es zu einem Wasserschaden. Ein Fahrzeug wurde laut Feuerwehr von Sand und Wasser schwer beschädigt. Die Bergrettung musste zudem Gäste und Bewohner aus dem hinteren Kötschachtal retten, weil keine Brücken mehr vorhanden waren.

Auch bei Thomatal (Lungau) ist am Samstagabend wegen heftiger Regenfälle eine Mure abgegangen. Die Bundschuh-Landesstraße wurde verlegt, eine unbewohnte Holzhütte beschädigt. Wegen der Überschwemmung wurde die Straße für den gesamten Verkehr bis Sonntag gesperrt.

Überschwemmungen und Muren in Kärnten

Ein heftiges Unwetter mit Hagel hat am Samstagabend auch in Kärnten in Glödnitz, nördlich von Klagenfurt, zu Überschwemmungen von Kellern und öffentlichen Gebäuden geführt. Die Flattnitzer Landesstraße war überflutet und unpassierbar, Gemeindestraßen wurden teilweise durch Muren verschüttet, teilte die Polizei mit. Die L63 blieb am Samstagabend für Aufräumungsarbeiten drei Stunden gesperrt.

Schwere Unwetter auch in Norditalien

Auch über Südtirol sind Samstagabend schwere Gewitter hinweggezogen. Besonders betroffen war der Großraum Bozen. Landesweit wurden laut Angaben der Notrufzentrale über 200 Einsätze registriert. Die Feuerwehren mussten sich um überschwemmte Keller, abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume kümmern.

In der Südtiroler Landeshauptstadt hat sich gegen 21.30 Uhr eine heftige Gewitterzelle entladen. Innerhalb kurzer Zeit wurden die Berufsfeuerwehren sowie die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bozen zu knapp 70 Einsätzen gerufen. Die Aufräumarbeiten dauerten bis spät in die Nacht. (APA, 31.7.2016)

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