Österreich in EM-Quali wie erwartet ohne Pöltl

30. Juli 2016, 19:56
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20-Jähriger bekommt von Toronto keine Freigabe für Nationalteam

Wien – Seinen Sommerplan hatte Pöltl von seinem neuen Arbeitgeber, den Toronto Raptors, erst Anfang Juli erfahren. Das ÖBV-Nationalteam hat darin, wie bereits zu erahnen war, keinen Platz. "Ich bin voll verplant und habe, das Programm betreffend, kaum persönlichen Spielraum. Wie befürchtet, kann ich daher heuer leider nicht im Nationalteam spielen, das wurde mir vonseiten der Raptors schnell klargemacht", erklärt der Wiener in einer Aussendung.

Auch ein persönliches Treffen mit Neo-Teamchef Kestutis Kemzura ist sich nicht ausgegangen. "Aber ich habe nur Gutes gehört", betonte Pöltl.

Für künftige Einsätze in Rot-Weiß-Rot sieht er keineswegs schwarz. "Grundsätzlich ist kein NBA-Team ein großer Fan von Nationalteam-Spielen, aber sie können es dir auch nicht zu 100 Prozent verbieten", erklärte Pöltl. "Wie früh sie es erlauben, weiß ich aber nicht." Gerade junge Spieler wollen die NBA-Teams über den Sommer bei sich behalten, um sie nach ihren eigenen Vorstellungen zu trainieren.

Ein Faktor sind die Aufgaben, die mit dem ÖBV-Team anstehen, für das Pöltl im Vorjahr debütiert hat. "Wenn wir die EM-Quali schaffen und dann die EM spielen nächstes Jahr, ist es etwas anderes, als wenn wir nur Freundschaftsspiele bestreiten. Wenn ich auf diesem Niveau mitspiele, bringt das den Raptors auch etwas. Das kann man ihnen dann auch besser verkaufen."

Österreich wird es ohnehin schwer genug haben, sich in der Quali bis Mitte September gegen Deutschland, die Niederlande und Dänemark durchzusetzen. Das Team ist seit Sonntag in St. Pölten zusammengezogen. Unter dem Korb fehlen Österreich traditionell einige Zentimeter und ein Einsatz von Pöltl wäre da sehr gelegen gekommen. Zuletzt weilte Pöltl für knapp zwei Wochen auf Urlaub in Wien, es sollte nur eine kurze Pause sein im strengen Fahrplan bis zum Start der NBA-Saison am 25. Oktober. (APA, vet, 30.7.2016)

ÖBV-14-Mann-Kader:

Thomas Klepeisz (Braunschweig/GER), Moritz Lanegger (zuletzt Güssing), Thomas Schreiner (zuletzt Andorra/ESP), Anton Maresch (zuletzt Burgos/ESP-2), Enis Murati (Gmunden), Romed Vieider (Klosterneuburg), Florian Trmal (Traiskirchen), Joey Shaw (Nantes/FRA-2), Sebastian Koch (zuletzt Güssing), Filip Krämer (Kapfenberg), Maximilian Hopfgartner (zuletzt Xuven Cambados/ESP-3), Davor Lamesic (Wels), Rasid Mahalbasic (zuletzt Nizhny Novgorod/RUS), Jozo Rados (Klosterneuburg)

  • Jakob Pöltl war nur kurz auf Wien-Besuch.
    foto: apa/schlager

    Jakob Pöltl war nur kurz auf Wien-Besuch.

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