Ein Wiedersehen zwischen der Austria und Mattersburg

30. Juli 2016, 14:19
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Trainer Fink vermutete: "Sie werden zeigen wollen, dass sie besser sind" – Mattersburger verloren unglücklich zum Auftakt

Wien – Mit Sieg und Niederlage hat die Wiener Austria ihre bisherigen Europa-League-Auftritte vor heimischer Kulisse absolviert. Mit dem Spiel gegen den SV Mattersburg wartet auf die Violetten am Sonntagnachmittag (16.30 Uhr) im Ernst-Happel-Stadion nun die Heimpremiere in der neuen Bundesliga-Saison. Die Burgenländer reisen als unglücklicher Verlierer der ersten Runde nach Wien.

0:1 unterlagen die Mattersburger in der Vorwoche zu Hause der Admira, sie ließen dabei Topchancen ungenutzt. Eine Parallele zur Austria, die es gegen Spartak Trnava (0:1) nicht vermochte, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Beide Teams hofften demnach auf mehr Effizienz. Und da wäre noch das letzte Duell der beiden Clubs. Dieses endete im April im Pappelstadion mit einem 9:0-Liga-Rekordsieg der Austria.

"Damals haben wir sie hoch geschlagen. Ich denke, das haben sie nicht vergessen und noch im Hinterkopf. Sie werden zeigen wollen, dass sie besser sind", vermutete Austria-Coach Thorsten Fink. Er kündigte an, in den englischen Wochen wieder "situativ" rotieren zu wollen. Ein genaueres Bild werde er sich im Abschlusstraining machen, meinte Fink. Am Donnerstag steht für die Austria das wichtige Rückspiel in Trnava auf dem Programm.

Topfit

"Ich brauche topfitte Spieler. Jeder Spieler im Kader hat mein Vertrauen", sagte Fink. Er sei zuversichtlich, gegen Mattersburg den zweiten Sieg im zweiten Ligaspiel einzufahren, obwohl der Kontrahent gegen die Admira eine hervorragende Leistung abgeliefert habe. Noch einmal betonte der Deutsche: "Es wird wichtig sein, eine Topleistung zu bringen. Die Meisterschaft ist die Basis, da müssen wir da sein."

Vorne richten soll es wieder Larry Kayode. Der Nigerianer zeichnete sich gegen Trnava eher als Chancentod aus. Gegen Mattersburg traf er in der vergangenen Saison aber in drei von vier Aufeinandertreffen. Drei Siege bei einem Remis (2:2 in Wien) verbuchte die Austria in diesen Spielen, wobei Mattersburg dreimal nach frühen Ausschlüssen dezimiert agierte. In Summe sind die Wiener, die den Vertrag mit Sponsor Harreither bis 2020 verlängerten, gegen Mattersburg überhaupt schon neun Spiele ungeschlagen. Acht Siege gelangen in dieser Serie.

Kühler Kopf

Beim bis dato letzten Dreier der Mattersburger im März 2012 saß Ivica Vastic noch auf der Betreuerbank der Austria. Der ehemalige Torjäger berichtete trotz saisonübergreifend bereits zehn Ligaspielen ohne Sieg von guter Stimmung in seiner Mannschaft. "Da gibt es keine hängenden Köpfe im Training, alle sind positiv gestimmt und pushen sich gegenseitig", meinte Vastic. Die Leistung gegen die Admira, als Mattersburg Stange und Latte traf, gebe Zuversicht.

Die Austria agiere mit ihren schnellen Offensivspielern auch nicht viel anders als die Admira. Bei den Drucksituationen der Wiener gelte es, "kühlen Kopf zu bewahren". Wie es möglich ist, die Austria-Abwehr auszuhebeln, beobachtete Vastic am Donnerstag live vor Ort. "Wir wollen punkten, da macht es mir auch nichts aus, wenn wir nach dem Schlusspfiff das vielleicht das nicht so dominante Team waren. Hauptsache das Ergebnis stimmt", sagte der SVM-Trainer. (APA, 30.7.2016)

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