"Seitenblicke"-Sommer sind Festspiel-Zeiten: Stille Genießer

29. Juli 2016, 16:19
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Ehe die "Seitenblicke" ihre Zelte in Salzburg aufschlagen dürfen, müssen sie in Langenlois und Poysbrunn jeweils zwischenstoppen

Der ORF-Sommer ist Festspielzeit. Ehe die Seitenblicke ihre Zelte in Salzburg aufschlagen dürfen, müssen sie in Langenlois und Poysbrunn jeweils zwischenstoppen. Klar: Wer irgendwann Anna Netrebko interviewen will, muss vorher in Niederösterreich am Mikrofon seinen Mann gestanden haben. Nach Langenlois hat man heuer das Weiße Rössl importiert. Eine gute Gelegenheit, Johanna Mikl-Leitner nach dem "Verrauchen" früherer Urlaubsromanzen zu fragen – sofern sie sich solche hat zuschulden kommen lassen.

Bebendes Lachen erschütterte die Landeshauptmannstellvertreterin. Nach Abklingen des Orkans bemächtigte sich eine gewisse Verschmitztheit der verdienten Politikerin. "Jeder hat eine Vergangenheit", bemerkte Mikl richtig. Im Übrigen wollte sie aus ihrem Herzen aber eine Langenloiser Mördergrube machen. Anderntags chauffierten die Seitenblicke ihren Kamerawagen vor das malerische Schloss Poysbrunn. Dort verwöhnt man ferial verwahrloste Kinder aktuell mit Aladin und die Wunderlampe. Rein urlaubsromantisch ist der Boden dort besser bestellt. Prinzipalin Nina Blum sieht Mutterfreuden entgegen. Um dieser wunderbaren Neuigkeit gewissermaßen einen offiziösen Anstrich zu verleihen, sah sich Landesvater Erwin Pröll bemüßigt, Blums Bauch staunend zu betrachten. Von so viel allerhöchstem Wohlwollen kann Prölls designierte Nachfolgerin (s. o.) noch viel lernen.

Anderntags baten die Salzburger Festspiele auf Schloss Leopoldskron. Endlich: Netrebko erschien mit ihrem Mann. Ob er seiner Gemahlin öfter "Amore mio" vorsinge? Die Antwort: ein Schlag ins Wasser. Die beiden sprächen miteinander nicht einmal über Musik. (Ronald Pohl, 29.7.2016)

  • Anna Netrebko.
    apa/franz neumayr

    Anna Netrebko.

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