"Die letzten Tage des Condor": Gepflegte Paranoia

1. August 2016, 06:51
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James Grady hat einen rasanten Agentenroman geschrieben, in dem es um einen pensionierten Spion geht

Mit Spionagethrillern ist das so: Oft weiß man nicht, warum wer wen am Ende tötet, warum wer wann ein Doppelagent ist und wer ihm wie auf die Schliche gekommen ist. Zumal die meisten von uns nicht die Muße haben, ein Buch in einem Zug zu lesen. Da muss man schon mal ein paar Seiten zurückblättern, um wieder den Anschluss zu finden.

Egal. James Grady hat einen rasanten Agentenroman geschrieben, in dem es um einen pensionierten Spion geht. Der Herr mit dem Codenamen Condor war ein sowjetischer Überläufer, den die Amerikaner unter ihre Fittiche genommen haben. Condor findet eines unschönen Tages einen CIA-Überwacher tot in seiner Wohnung. Klar, dass man ihn für den Täter hält.

Den Geheimdienstleuten zu entkommen ist schwierig, zumal die Überwachungsmöglichkeiten grenzenlos zu sein scheinen. Doch gelernt ist gelernt. Auftragskiller haben bei Condor einen schweren Stand. Etwas beklemmend, durchwegs unterhaltsam, eine feine Mischung, urlaubstauglich. (Ingeborg Sperl, Album, 30.7.2016)

  • James Grady, "Die letzten Tage des Condor". Deutsch: Zoe Beck. € 15,50 / 365 Seiten. Suhrkamp, Berlin 2016
    cover: suhrkamp

    James Grady, "Die letzten Tage des Condor". Deutsch: Zoe Beck. € 15,50 / 365 Seiten. Suhrkamp, Berlin 2016

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