Neues Zürcher Landesmuseum eröffnet

29. Juli 2016, 13:43
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Erweiterung kostete fast 102 Mio. Euro – Start mit neuen Ausstellungen

Zürich – Das Landesmuseum in Zürich hat am Freitag seinen neuen Erweiterungsbau eröffnet. Der vom Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein entworfene Neubau ist im Vorfeld als "Jahrhundertprojekt" bezeichnet worden. Ebenfalls eröffnet wurden zwei Ausstellungen.

Insgesamt verfügt der neue 111 Millionen Franken (fast 102 Mio. Euro) teure mehrstöckige Gebäudetrakt über eine Geschoßfläche von 7.400 und eine Ausstellungsfläche von 2.200 Quadratmetern. Die Architekten Christoph Gantenbein und Emanuel Christ legten großen Wert auf ein dialogisches Konzept: Ihr Neubau fügt sich nahtlos zum Kreis zusammen mit Gustav Gulls Altbau von 1898.

Neue Dauerausstellung

Im ersten Obergeschoß hat das Landesmuseum die neue Dauerausstellung "Archäologie der Schweiz" eingerichtet. Funde aus Bergregionen, Gletschern, Seen, Städten und Dörfern führen dem Publikum das archäologische Kulturerbe der Schweiz vor Augen. Chronologisch zeigt die Ausstellung auch die wichtigsten Entwicklungen der Menschheitsgeschichte auf. Die Schau soll bis Jänner 2030 laufen.

Die eigentliche Eröffnungsausstellung widmet sich dem Thema "Europa in der Renaissance. Metamorphosen 1400-1600". Die Renaissance steht für einige der bedeutendsten Umbrüche der Weltgeschichte: Dazu gehören die Erfindung des Buchdrucks ebenso wie die Entwicklung eines neuen Menschenbilds. Bilder, Bauten, Skulpturen und Literatur etwa zeugen davon.

Die Schau lädt ein, die Spuren dieses Transfers zu entdecken. Sie befragt Kunstwerke, Instrumente und Dinge des Alltags als historische Quellen. Sie kann bis 27. November besucht werden. (APA, 29.7.2016)

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