Düsseldorf: "Pokémon Go"-Spieler verstopfen Brücke

29. Juli 2016, 13:27
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Stadt hatte bereits Fahrspuren wegen Andrangs gesperrt – Umzug von Pokéstops auf Burgplatz gefordert

Das Phänomen "Pokémon Go" hat nicht nur schon für allerlei abstruse Zwischenfälle gesorgt, sondern beschäftigt mittlerweile auch so manche Stadtverwaltung. Weil sich ein kleiner Park in Rhodes, einem Vorort der australischen Metropole Sydney, laut CNet durch das Spiel in einen "vorstädtischen Albtraum" verwandelt haben soll, wurde Entwickler Niantic nun aufgefordert, dort zwei von drei "Pokéstops" zu entfernen.

"Pokéstops" dienen Spielern zum Erhalt von benötigten Gegenständen, in ihrem Umkreis sollen zudem auch häufiger Vertreter der digitalen Monster auftauchen.

Kein Platz mehr auf der Brücke

Ähnliches beschäftigt mittlerweile auch Spieler und Verantwortliche in Düsseldorf. Aufgrund gut gelegener "Tankstationen" hat sich dort die Girardet-Brücke entlang der Königsallee ("Kö") zu einem beliebten Treffpunkt für die hiesige "Pokémon Go"-Gemeinde etabliert. Der Andrang auf die auch unter Spaziergängern beliebte Querung des Stadtgrabens hat sogar dazu geführt, dass die Stadt sie für den Autoverkehr sperren ließ.

Doch auch diese Maßnahme scheint nicht auszureichen. Trotz der Verkehrseinschränkung gibt es laut RP Online auf der Brücke häufig Platzprobleme. Anwohner sind von der Situation wenig begeistert, zumal das hohe Menschenaufkommen auch zu weiteren Problemen wie liegen bleibendem Unrat führt.

Spieler und Pokéstops sollen umsiedeln

Seitens der Spielerschaft herrscht ob des aktuellen Zustands Verständnis. So sieht auch Mike Pernox, Betreiber der Facebook-Gruppe "Pokémon Go Düsseldorf & Umgebung", Handlungsbedarf. Vorgeschlagen wurde ein Umzug auf den rund zehn Gehminuten entfernten Burgplatz. Dort sei die Infrastruktur für die ambitionierten Monstertrainer deutlich besser.

Der Burgplatz befindet sich in einer Fußgängerzone, umgeben von Geschäften und Cafés. Er bietet wesentlich mehr Platz, während gleichzeitig der Autoverkehr nicht eingeschränkt werden müsste und die Unfallgefahr minimiert wird.

Niantic am Zug

Damit die "Umsiedelung" der hunderten "Pokémon"-Spieler erfolgreich verläuft, muss allerdings auch Entwickler Niantic mitspielen. Denn nur dieser kann dem Spiel Pokéstops hinzufügen oder welche entfernen. Während auf der Girardetbrücke gleich mehrere davon stehen, ist die Dichte rund um den Burgplatz vergleichsweise niedrig. Daher hofft man nun, dass die Stops auf der "Kö" in die Fußgängerzone verlegt werden. (gpi, 29.07.2016)

  • Trotz Sperre für den Autoverkehr wird es auf der Girardet-Brücke langsam eng.
    foto: apa

    Trotz Sperre für den Autoverkehr wird es auf der Girardet-Brücke langsam eng.

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