Rupertinum in Salzburg nach Renovierung wiedereröffnet

29. Juli 2016, 12:55
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Studienzentrum der Generali Foundation zieht in zwei Stockwerke

Salzburg – Das Rupertinum in der Salzburger Altstadt gegenüber dem Festspielhaus ist nach einer fünfmonatigen Renovierung wiedereröffnet worden. Das Rupertinum war das Stammhaus des Museums der Moderne, bevor dieses den neuen Bau am Mönchsberg erhielt.

Das Haus zwischen Franziskanerkirche und Kollegienkirche war in die Jahre gekommen und erfüllte nicht mehr die baulichen Auflagen für ein öffentliches Gebäude. Die 400 Quadratmeter großen Ausstellungsräume auf zwei Ebenen sind nun mit modernster Technik und Belüftungsanlagen ausgestattet und wurden teilweise auch architektonisch neu gestaltet. Das Museum öffnet sich nach außen, Fenster geben nun den Blick auf den angrenzenden Festspielbezirk frei.

Beginn mit Ausstellung "Bildwitz und Zeitkritik"

Im zweiten und dritten Stock ist nun auf einer Fläche von 350 Quadratmetern das Generali-Foundation-Studienzentrum eingerichtet worden. Das Zentrum umfasst eine Fachbibliothek, Archive und eine umfangreiche Videosammlung, die kostenlos für Interessierte, Studierende und Fachleute zugänglich sind. Ein Leseraum und eine Franz-West-Lounge, die mit Möbeln des Künstlers eingerichtet ist, runden die Ausstattung des Studienzentrums ab. Rund eine Million Euro kostete der Umbau. Als nächste Baustelle steht ein neues Depot für das Museum der Moderne an.

Gezeigt wird derzeit die Ausstellung "Bildwitz und Zeitkritik" mit einer Installation von Dan Perjovschi. Der rumänischen Künstler hat die neu renovierten weißen Wände als Leinwand genutzt und seine pointierten gesellschaftskritischen Zeichnungen, Sprüchen und Wortspiele im ganzen Haus verteilt. Neben der aktuellen Komponente gibt es auch eine geschichtliche Rückschau auf Karikaturen und Satire. Die ausgestellten Werke stammen alle aus den eigenen Beständen des Museums. (Stefanie Ruep, 29.7.2016)

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