"Infinity Drake": Gelb-schwarze Buchattacke

2. August 2016, 10:54
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Scifi-Action rund um den fast 13-jährigen Infinity, der gemeinsam mit einer Nano-Eingreiftruppe die Welt zu retten versucht

Kwzzkwzz ... KRAACH ... PENG!: Nein, es geht nicht um ein Comic, auch wenn im ersten Band der Infinity Drake-Trilogie Soundworte inflationär zum Einsatz kommen. Dabei fetzt die irrwitzige Story um den auf neun Millimeter geschrumpften, fast 13-jährigen Infinity, der gemeinsam mit einer Nano-Eingreiftruppe die Welt vor ultratödlichen Superalbtraumwespen zu retten versucht, auch so schon wie eine Highspeed-Achterbahnfahrt im Drogenrausch. Rote Ameisen werden zur giftigen Klon-Armee, Katzen sind fünfelefantengroß – und das ist alles noch harmlos gegen den durchgeknallten Kriminellen, der hinter der ganzen Geschichte steckt.

Wie bei überhitzten Actionreißern üblich, ist es besser, im sachlichen Detail mitunter nicht zu genau hinzusehen, will man sich den Spaß nicht verderben. Von dem es reichlich gibt, ist die gelb-schwarze Buchattacke doch nicht nur wespengift- und adrenalin-, sondern auch ironiegetränkt. Scifi-Action im Stile eines Videospiels für technikaffine Gamer und Lesespaßjunkies. (Helmuth Santler, Album, 30.7.2016)

John McNally, "Infinity Drake – Scarlattis Söhne". € 18,50 / 448 S. Loewe-Verlag, Bindlach 2015

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    foto: bindlach
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