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    ImPulsTanz zur Halbzeit – Die Hüllen sind gefallen

    1. August 2016, 01:00

    Spätestens seit Peaches’ & Keith Hennessys legendärem Auftritt im Wiener MuseumsQuartier ist auch wirklich allen klar: ImPulsTanz ist in vollem Gange. Die Höhepunkte jagen einander – Auf Pop folgt Porno, auf Zitronen Baumstämme.

    Die [8:tension] Young Choreographers’ Serie bleibt abwechslungsreich. Der New Yorker Will Rawls nimmt uns mit auf den Balkan, zu serbischen Volkstänzen, bulgarischen Hexengeschichten und montenegrinischen Strand-Platzhirschen. Linda Blomqvist lädt zu Cosmos the Beach, Alexander Gottfarb performt ganze 72 Stunden lang in der Galerie Elena Mildner und Aline Landreau und Katerina Andreou laden mit viel Stimme und Wagemut zum französischen Doppelabend.

    Im Leopold Museum intensiviert sich das Performance-Programm diese Woche – fast täglich gibt es neue KünstlerInnen, die neben den das ganze Festival laufenden Arbeiten von Tino Sehgal und Ian Kaler zu sehen sind. Ein Klassiker ist Akemi Takeyas Lemonism X Japonism & Actionism, das schon bei ImPulsTanz 2015 zu den Highlights zählte. Simone Aughterlony, Antonija Livingstone und Hahn Rowe bauen einen künstlichen Wald und aktivieren beim Holzfällen den Gender-Hexler. Antonia Rosa Mercé y Luque – auch bekannt als La Argentina – hat zu Beginn des letzten Jahrhunderts die Welt von Paris über die USA bis nach Asien mit ihrem Tanz begeistert und gilt als Erneuerin ihres Genres. In den Siebzigern widmete ihr der Butoh-Begründer Tatsumi Hijikata ein Solo, jetzt tut der New Yorker Trajal Harrell selbiges, auf seine ganz persönliche, queere Art. Bei ImPulsTanz trifft Kunst auf Tanz, bei Willi Dorner im Zuge dessen Körper auf Einwortpoesie – auf die von Heinz Gappmayr, um genau zu sein. Denn oft genügt ein Wort um in der Vorstellung eine ganze Welt zu eröffnen. Und Benoît Lachambre versucht, die ganz eigene Energie und Sensibilität seines Publikums zu abstrahieren, indem er subtile Verbindungen zwischen sich und seinem Gegenüber aufzeigt.

    Gleich drei Stücke aus der Feder des "Bad Boy" der zeitgenössischen Choreografie, Mårten Spångberg, stehen in der zweiten Festivalhälfte auf dem Programm. Das kann auf die Substanz gehen, muss es aber nicht. Der Schwede, der auch als Dozent gefeiert wird und unter anderem an De Keersmaekers Tanzschmiede P.A.R.T.S. unterrichtet, hat für Studierende von ebenda die Choreografie von Dawn entwickelt. Selbst auf der Bühne ist er diese Woche in La Substance, but in English, nächste Woche kann man gleich die halbe Nacht mit ihm verbringen.
    P.A.R.T.S – Dawn: 01. August, 21:30 Uhr, Odeon
    Mårten Spångberg – La Substance, but in English:
    06. August + Zusatz: 07. August, 21:00 Uhr, Kasino am Schwarzenbergplatz
    Mårten Spångberg – Natten: 09. August + Zusatz: 11. August, 18:00 Uhr, mumok Hofstallungen

    Wim Vandekeybus und Ultima Vez kehren nach fulminantem Start zum Festival zurück und beehren die Bühne des Volkstheaters zum zweiten Mal. In Speak low if you speak love ... geht es um die Schattenseiten des Größten aller Gefühle, der Liebe.

    Wer da Lust auf mehr bekommt, dem sei zur Abwechslung ein Besuch im METRO Kinokulturhaus empfohlen: Dort wird noch einmal der Dokumentarfilm über den Belgischen Ausnahmekünstler gezeigt, bei dem die Filmemacherin Lut Vandekeybus, Schwester des Choreografen, Regie führte.
    Speak low if you speak love
    : 02. + 08. August, 21:00 Uhr, Volkstheater
    Lut Vandekeybus – WIM: 03. August, 23:00 Uhr, METRO Kinokulturhaus

    Apropos Kino: Andy Warhols Screentests waren der Ausgangspunkt für die Imploding Portraits Inevitable-Serie von Chris Haring, deren dritter Teil Candy´s Camouflage sowohl im Leopold Museums, als auch im Akademietheater zu sehen sein wird. Mit den bekannten und bewährten Mitteln, nämlich live Kamerabildern, die eine beeindruckende weitere visuelle Ebene auf die Bühne bringen wird ein extrem intimes Ganzes kreiert. Schaurig schöne Film Noir-Sequenzen zu den von Andreas Berger komponierten Soundframes ergeben eine audiovisuelle Wohltat.
    Candy´s Camouflage (Museums Version): 10. August, 18:00-21:00 Uhr, Leopold Museum
    Candy´s Camouflage: 05. + 07. August, 21:00 Uhr, Akademietheater

    Info und Tickets: www.impulstanz.com

    • Peaches & Keith Hennessy – Critical Joy @ Karolina Miernik

      Peaches & Keith Hennessy – Critical Joy @ Karolina Miernik

    • Will Rawls – The Planet-Eaters: Seconds © Brian Rogers

      Will Rawls – The Planet-Eaters: Seconds © Brian Rogers

    • Aughterlony, Livingstone, Rowe – Supernatural © Jorge León

      Aughterlony, Livingstone, Rowe – Supernatural © Jorge León

    • Benoît Lachambre – Lifeguard © Veronique Soucy

      Benoît Lachambre – Lifeguard © Veronique Soucy

    • Mårten Spångberg – La Substance © Beniamin Boar

      Mårten Spångberg – La Substance © Beniamin Boar

    • Wim Vandekeybus – Speak Low If You Speak Love © Danny Willems

      Wim Vandekeybus – Speak Low If You Speak Love © Danny Willems

    • Chris Haring – Candy's Camouflage © Chris Haring

      Chris Haring – Candy's Camouflage © Chris Haring

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