Gewinneinbruch bei Braugigant AB Inbev

29. Juli 2016, 11:31
8 Postings

Weltgrößter Braukonzern arbeitet seit einem Jahr an der Übernahme von SAB Miller und besserte sein Angebot ein letztes Mal nach

Leuven – Der weltgrößte Braukonzern Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev) ringt weiter mit der schwierigen Lage in Argentinien und Brasilien. Zudem drückt der starke Dollar auf das Ergebnis. Der Umsatz ging im zweiten Quartal im Jahresvergleich um gut zwei Prozent auf 10,81 Milliarden Dollar (9,75 Milliarden Euro) zurück, teilte der Konzern am Freitag mit.

Unter dem Strich brach auch der Gewinn wegen der geplanten 73 Milliarden Pfund (rund 87 Milliarden Euro) schweren Übernahme des Konkurrenten SAB Miller ein. Zuletzt hatte AB Inbev am Dienstag das Angebot an die SAB-Miller-Aktionäre erneut nachgebessert. Nachdem der Kurs des Pfund infolge des Brexit-Votums gefallen sei, biete man nunmehr 45 statt 44 Pfund (54 Euro) je Aktie, teilte in Belgien beheimatete Konzern mit. "Das ist unser letztes Angebot."

In Deutschland konnte der Hersteller von bekannten Marken wie Beck's, Franziskaner, Budweiser, Corona und Stella Artois den Absatz im niedrigen einstelligen Bereich steigern. Wichtigster Markt bleiben die USA. Da dort der Absatz aber stagniert und auch die anderen wichtigen Märkte in Amerika und China zuletzt eher Probleme bereiteten, arbeitet Konzernchef Carlos Brito schon fast ein Jahr an der Übernahme des britischen Konkurrenten SAB Miller, der vor allem in Afrika stark vertreten ist. AB Inbev hofft noch immer, die Übernahme bis Ende des Jahres unter Dach und Fach bringen zu können. (APA, 29.7.2016)

Share if you care.