Rapid mit torlosem Remis in Weißrussland

28. Juli 2016, 21:14
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Die Hütteldorfer dominieren zwar das Spiel bei Torpedo Schodsina, reisen aber mit einem 0:0 zurück nach Wien

Schodsina – Rapid Wien ist unbesiegt und ohne Gegentor vom ersten internationalen Auftritt der Saison aus Weißrussland zurückgereist. Ansonsten hatte Grün-Weiß am Donnerstag im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde für die Europa League beim 0:0 bei Torpedo Schodsina aber wenig zu bejubeln. Selbst erspielte man sich nur zwei Tormöglichkeiten, die Gastgeber waren noch harmloser. Somit geht Rapid trotz einer durchwachsenen Leistung als klarer Favorit ins Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) im Allianz-Stadion.

Beim ersten Europacup-Match unter seiner Ägide wagte Trainer Mike Büskens keine Experimente und schickte die gleiche Startelf wie beim gelungenen Meisterschaftsauftakt gegen Ried am Samstag auf das Feld. Die Neuzugänge Arnor Ingvi Traustason und Ivan Mocinic fanden sich zu Spielbeginn auf der Bank wieder und müssen somit weiter auf ihr Startelf-Debüt warten.

Kontrolle

Vor dem Saison-Rekordbesuch von rund 4.000 Zuschauern im Torpedo-Stadion, darunter etwa 100 Rapid-Fans, legten die Gastgeber einen mutigen Start hin und näherten sich in den ersten Minuten mehrmals dem Rapid-Strafraum. Damit war es aber recht bald vorbei, Rapid übernahm die Kontrolle, ohne gefährlich zu werden.

Das Spiel verlagerte sich zusehends Richtung Strafraum von Schodsina, einen gefährlichen Rapid-Angriff gab es aber in der gesamten ersten Halbzeit nicht. Die beste Chance hatte noch Innenverteidiger Christoph Schößwendter nach einer Ecke (27.), sein Kopfball ging aber weit über das Tor. Ein Weitschuss von Stürmer Joelinton (18.) und ein Freistoß von Thomas Murg (37.) waren noch die sehenswertesten, wenn auch harmlosen, Aktionen.

Rapid konnte aus der spielerischen Überlegenheit kaum Kapital schlagen. Die Weißrussen verengten die Räume um den eigenen Strafraum mit einer tiefstehenden Fünfer-Abwehrkette. Mit vielen Ballfehlern und ungenauen Pässen machte sich Rapid das Leben auch selbst schwer.

Ohne Erfolge

Wie schon in der ersten Hälfte startete Torpedo nach Wiederbeginn mit etwas mehr Offensivdrang. Es reichte aber nur zu einer Ecke und einem Freistoß, der weit über das Rapid-Tor ging. Doch auch Rapid war weiterhin harmlos und weit entfernt von der Leistung beim 5:0-Heimsieg im ersten Meisterschaftsspiel am Wochenende gegen Ried.

Ein Schuss von Murg aus rund 20 Metern (51.) und eine Chance von Schaub 20 Minuten später waren die einzigen Möglichkeiten. In der Schlussphase kamen auch die beiden Rapid-Neuzugänge Traustason und Mocinic ins Spiel, aber auch sie sorgten nicht mehr für Gefahr. (APA, 28.7.2016)

Europa-League-Qualifikation, 3. Runde, Hinspiel, Donnerstag

Torpedo Schodsina – SK Rapid Wien 0:0
Torpedo-Stadion, 4.000 Zuschauer, SR Thorvaldur Arnason (ISL)

Schodsina: Fomitschew – Imerekow, Klopotski, Lutsewitsch, Tschelijadinski, Pankowets – Demidowitsch (91. Belewitsch), Chachaturijan, Schapowal, Afanasiew (87. Scherbo) – Sagijnailow (71. Golenkow)

Rapid: Novota – Pavelic, Schößwendter, Dibon, Schrammel – Grahovac, Schwab – Murg (85. Mocinic), Schaub, Schobesberger (70. Traustason) – Joelinton

Gelbe Karten: keine bzw. Grahovac

Stimmen

Igor Kriushenko (Torpedo-Trainer): "Das Spiel war sehr solide von uns. Wir waren kompakt in der Defensive. Einen Konter haben wir leider nicht zu Ende gespielt. Das 0:0 ist ein gutes Resultat, Rapid ist aber leicht im Vorteil. Die Chancen stehen 40:60 aus unserer Sicht."

Mike Büskens (Rapid-Trainer): "Ich habe vorher schon gesagt, es wird ein schwieriges Spiel, weil Torpedo aus einer guten Defensive agiert, tief steht und auf Konter wartet. Von daher war es das erwartet schwere Spiel, in dem wir die Mehrzahl an Ballanteilen hatten. Aber aus dem Ballbesitz konnten wir zu wenig Kapital schlagen. Ein 0:0 ist besser, als 0:1 zu verlieren. Wir nehmen das Resultat mit und haben alle Chancen, die nächste Runde zu erreichen."

Stefan Schwab: "Es war eine ganz zache Partie. Sie haben uns gezeigt, was Catenaccio ist. Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber wir spielen zu Hause, und da wollen wir den Aufstieg fixieren."

  • Die Tore, die man nicht macht, bekommt man auch nicht.
    foto: apa/hochmuth

    Die Tore, die man nicht macht, bekommt man auch nicht.

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