Türkei verhängte am 18. Juni Einreiseverbot für Normandie-Attentäter

28. Juli 2016, 19:18
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Behörden informierten auch französische Kollegen

Istanbul/Rouen – Gegen einen der islamistischen Angreifer auf eine Kirche in der Normandie ist nach türkischen Angaben am 18. Juni eine Einreiseverbot in die Türkei verhängt worden. Die französischen Behörden hätten nach derzeitigen Erkenntnissen zuvor nicht vor Abdel-Malik Petitjean gewarnt, hieß es am Donnerstag aus Regierungskreisen in Ankara. Sie seien aber sofort über das Einreiseverbot informiert worden.

Petitjean sei am Istanbuler Atatürk-Flughafen am 10. Juni eingetroffen, hieß es weiter. Er sei gestoppt und befragt worden, weil er vor der Passkontrolle mit jemandem gesprochen habe, gegen den bereits eine Einreiseverbot vorgelegen habe. Petitjean habe die Türkei am nächsten Tag wieder verlassen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten hatten die französischen Behörden Ende Juni einen Eintrag zu Petitjean in einer Datenbank angelegt, die als radikalisiert eingestufte Personen auflistet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Identität des Angreifers am Donnerstag nach einem DNA-Vergleich. Gemeinsam mit dem bereits zuvor identifizierten Adel Kermiche hatte der 19-Jährige am Dienstag in einer Kirche nahe Rouen einen Priester ermordet. (APA, 28.7.2016)

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