Warnung vor Folgen der Dauerdürre im südlichen Afrika

28. Juli 2016, 17:55
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Mangel an Saatgut verschärft die in zehn Ländern grassierende Not

Rom – Die UN-Ernährungsorganisation (FAO) hat vor den Folgen einer mehrjährigen Dürre im südlichen Afrika gewarnt und dringend zur Bereitstellung von Saatgut, Dünger und Werkzeug aufgerufen. Nothilfe im Wert von rund hundert Millionen Euro sei erforderlich, damit die Betroffenen in zehn Ländern nicht bis Mitte 2018 vollständig von humanitärer Hilfe von außen abhängig seien, erklärte die FAO.

Der von der FAO am Donnerstag in Rom vorgelegte Plan zur Sicherung der Eigenproduktion von Lebensmitteln in den betroffenen Gebieten soll 23 Millionen Menschen in Madagaskar, Malawi, Mosambik, Namibia, Südafrika, Lesotho, Swasiland, Tansania, Sambia und Simbabwe zu gute kommen. "Die Bauern müssen in die Lage versetzt werden, bis Oktober zu säen", erklärte die FAO. Im südlichen Afrika gab es zwei Dürrejahre in Folge, das laufende Jahr ist das schlimmste Dürrejahr seit 35 Jahren.

Ende Juli rief bereits die Wirtschaftsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) dazu auf, den Auswirkungen des Klimaphänomens El Nino entgegenzutreten. Sie bezifferte den Gesamtbedarf an finanzieller Unterstützung mit rund 2,5 Milliarden Euro. (APA, AFP, 28.7.2016)

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