Taiwans Fertigtempel sparen Gläubigen Zeit und Geld

Ansichtssache28. Juli 2016, 15:12
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Gebetshäuser werden in dem asiatischen Land nicht mehr nur an ihrem Bestimmungsort gebaut – sondern oft vorproduziert dorthin geliefert

Der Tempelbau hat auf Taiwan eine lange Tradition. Die Bewohner der vor der Volksrepublik China gelegenen Insel hängen zu jeweils rund einem Drittel den verwandten Lehren des Taosimus und des Buddhismus an; der Rest teilt sich auf kleinere Konfessionen und Menschen ohne Bekenntnis auf. Seit Jahrtausenden gehen sie ihren spirituellen Praktiken vor Altären in oft bunt geschmückten Gebetshäusern nach.

An großen Tempeln wurde jahrelang gebaut, kleinere Privatanlagen brauchten immerhin Monate bis zur Vollendung. In Zeiten von Fertighäusern bieten heute einige Unternehmen auf Taiwan auch Fertigtempel an, die innerhalb weniger Wochen per Lastwagen am heimischen Grundstück angeliefert werden können.

"Gott des Wohlstands"

Im Betrieb des 78-jährigen Lin Fu-chun etwa wird Beton in Schalungen gegossen, die entstandenen Wände zusammengesetzt, überdacht und auf Wunsch des Käufers mit Ornamenten und Figurinen dekoriert. An etwa zwanzig Tempeln und Statuen gleichzeitig arbeiten rund hundert Mitarbeiter in der riesigen Produktionshalle im Landkreis Pingtung.

Je nach Größe kostet ein Fertigtempel aus Lins Unternehmen Chuanso umgerechnet 1.100 bis 56.000 Euro und damit um bis zu vierzig Prozent weniger als konventionell hergestellte Konstruktionen. Viele davon werden auch auf das asiatische Festland exportiert. Am beliebtesten, so Lin zu Reuters, sind die Tempel "Gott der Erde" und "Gott des Wohlstands". (mcmt, 28.7.2016)

foto: reuters/tyrone siu
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