Flüchtlinge abgelehnt: Arzt soll Berufsverbot erhalten haben

28. Juli 2016, 14:44
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Ärztekammer kommentiert Medienberichte nicht, Ordination ist seit 30. Juni geschlossen

Wien – Die Ankündigung eines Wiener Arztes von Anfang des Jahres, keine "Asylanten" zu behandeln, hat nun weitere Konsequenzen. Zunächst wurde dem Mediziner von der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) der Kassenvertrag entzogen, nun soll ihm die Ärztekammer laut Medienberichten ein Berufsverbot erteilt haben.

Die Österreichische Ärztekammer konnte am Donnerstag gegenüber der APA das Berufsverbot weder bestätigen noch dementieren: "Das ist ein laufendes Verfahren, zu dem wir keine Information weitergeben dürfen", sagte der Sprecher. Zumindest die Ordination des Arztes gibt es mittlerweile nicht mehr: Laut einem Sprecher der Wiener Ärztekammer ist diese seit 30. Juni geschlossen.

Der Mediziner selbst kommentierte die Maßnahmen gegenüber der Tageszeitung "Kurier" folgendermaßen: "Man versucht mich kaltzustellen wie Erdoğan seine Regimegegner." Via Tageszeitung "Österreich" kündigte er außerdem an, die Entscheidung der Ärztekammer nicht hinnehmen zu wollen: "Mir kann kein fachliches Vergehen nachgewiesen werden. Dieser Pimperlverein trifft Entscheidungen, von denen Existenzen abhängen in einer Zeit, wo es ohnehin einen Ärztemangel gibt." Er werde gegen die Ärztekammer vorgehen, kündigte er an. (APA, 28.7.2016)

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