Venedig: Mit Seidl auf Safari und Malick im Kosmos

28. Juli 2016, 14:33
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Das 73. Filmfestival präsentierte sein Programm, darunter Filme von Wenders, Larraín und Tom Ford

Venedig – Drei österreichische Filme werden beim kommenden Filmfestival von Venedig (31. 8.- 10. 9) zu sehen sein: Ulrich Seidls Dokumentarfilm Safari über heimische Großwildjäger in Afrika läuft außer Konkurrenz, Michael Palms Filmessay Cinema Futures, in dem es um die Metamorphosen des Laufbilds geht, sowie der Spielfilm Der Einsiedler (Regie: Ronny Trocker) werden in der Parallelsektion Orrizonti gezeigt.

Für den Wettbewerb hat Direktor Alberto Barbera zwanzig Filme zusammengestellt, die größte Überraschung darin ist wohl Terrence Malicks Voyage of Time, in dem der US-Filmemacher die Entstehung des Universums als 90-minütigen Bilderfluss imaginiert. Rechnen durfte man mit Tom Fords Thriller Nocturnal Animals mit Jake Gyllenhaal, Denis Villeneuves Sci-Fi-Drama Arrival oder Wim Wenders' Peter-Handke-Adaption Die schönen Tagen von Aranjuez (in 3-D). Auch Emir Kusturicas On The Milky Road, der schon für Cannes im Gespräch war, läuft in Konkurrenz.

Der Chilene Pablo Larraín präsentiert seinen Film über JFKs Ehefrau Jackie mit Natalie Portman in der Titelrolle. Stéphane Brizé kommt mit seiner Guy-de-Maupassant-Verfilmung Une vie auf den Lido, der philippinische Regisseur Lav Diaz mit The Woman Who Left. Die Italienerin Martina Parenti (Spira mirabilis, gemeinsam mit Massimo D' Anolfi) und die US-Iranerin Ana Lily Amirpour sind die beiden Regisseurinnen im Wettbewerb, Letztere hat mit The Bad Batch eine Horror-Komödie im Gepäck, in der auch Jim Carrey mitwirkt.

Auch außer Konkurrenz und in der Orrizonti-Schiene weckt das Line-up Neugierde. Andrew Dominik präsentiert gemeinsam mit Nick Cave Once More With Feeling, Antoine Fuqua zeigt sein Western-Remake The Magnificent Seven, Rebecca Zlotowski ihren Kostümfilm Planetarium und der koreanische Genre-Meister Kim Jee-Woon The Age Of Shadows. Auch der Chinese Wang Bing bringt mit Ku Qian (Bitter Money) einen Dokumentarfilm nach Venedig.

Eröffnet wird das Festival am 31. August mit Damen Chazelles La La Land, in dem Ryan Gosling auf Spuren Gene Kellys wandelt. Jury-Präsident ist der britische Regisseur Sam Mendes. (Dominik Kamalzadeh, 28.7.2016)

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