Nach Schüssen im Schlosspark Eisenstadt: Verdächtiger geständig

28. Juli 2016, 11:00
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Ein 19-Jähriger wurde als mutmaßlicher Schütze ausgeforscht. Er wollte seine Schreckschusswaffe ausprobieren und wurde angezeigt

Eisenstadt – Nachdem Mittwochfrüh im Eisenstädter Schlosspark mehrere Schüsse mit einer Schreckschusspistole abgegeben worden sind, hat die Polizei nun einen Verdächtigen ausgeforscht: Ein 19-jähriger Eisenstädter soll der mutmaßliche Schütze sein, teilte die Exekutive am Donnerstag, mit. Der junge Mann zeigte sich geständig. Er wurde angezeigt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Mehrere Personen hatten am Mittwoch gegen 7.30 Uhr drei Schüsse im Schlosspark bemerkt und die Polizei verständigt. Auch im Laufe des Vormittags sei eine Anzeige eingelangt, dass weitere Schussgeräusche wahrgenommen worden seien, berichtete die Exekutive. Beamte rückten daraufhin zum Teil mit Geschoss-Schutzwesten sowie entsprechender Bewaffnung aus und stellten zwei Patronen von Schreckschussmunition sicher. Ein mutmaßlicher Schütze konnte zunächst jedoch nicht gefasst werden.

Verdächtiger geständig

Einige Stunden später konnten die Ermittler einen jungen Eisenstädter als Verdächtigten ausforschen. Er gab bei der Einvernahme an, dass er seine Schreckschusswaffe ausprobieren und keinesfalls Personen bedrohen oder gefährden wollte, hieß es von der Polizei. Neben der Schreckschusspistole samt Munition entdeckten die Beamten in der Wohnung des 19-Jährigen auch einen Schlagring sowie geringe Mengen Suchtmittel.

Erst in der Nacht auf Montag wurde ein ähnlicher Fall bei der Polizei angezeigt. Ein 18-Jähriger gab am Dienstag ebenfalls an, dass er eine Schreckschusswaffe ausprobieren, aber niemanden bedrohen oder verletzen wollte. Der Verdächtige war mit seinem Bruder (25) kurz nach Mitternacht im Bereich Hotterweg unterwegs und schoss aus dem fahrenden Auto in Richtung zweier Asylwerber, die anschließend die Polizei alarmierten. Sie blieben unverletzt. Das Brüderpaar wurde ebenfalls angezeigt. Ein Zusammenhang beider Taten wurde von der Exekutive bereits am Mittwochnachmittag ausgeschlossen. (APA, 28.7.2016)

  • Eine Schreckschusspistole.
    foto: dpa/oliver killig

    Eine Schreckschusspistole.

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