Betriebskosten 2014 um acht Prozent gestiegen

28. Juli 2016, 10:31
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Mehr als ein Drittel der Kosten entfallen laut Betriebskostenspiegel der Mietervereinigung auf Verwaltungshonorar und Versicherungsprämien

Die Mietervereinigung Wien erhebt jedes Jahr die durchschnittlichen Betriebskosten eines privaten Mietshauses. Nun liegt der achte Betriebskostenspiegel vor, für den die Daten aus 2014 als Bemessungsgrundlage dienten. Zur Erklärung: Die Betriebskostenabrechnungen für 2014 mussten bis Ende Juni 2015 vorgelegt werden und wurden dann von der Mietervereinigung überprüft.

46 Prozent aller Verfahren

Betriebskosten sind ein heißes Thema, wie auch eine User-Diskussion auf derStandard.at vor kurzem zeigte: Rund 46 Prozent aller Verfahren, die über die Mietervereinigung Wien durch deren Mitglieder geführt werden, seien Betriebskosten-Verfahren, sagt Elke Hanel-Torsch, Vorsitzende der Mietervereinigung Wien. Zur Überprüfung würden der Mietervereinigung jedoch sehr viel mehr Betriebskostenabrechnungen vorgelegt, auf deren Grundlage wienweite Durchschnittswerte für die einzelnen Betriebskostenpositionen ermittelt werden.

Die monatlichen Nettobetriebskosten pro Quadratmeter Nutzfläche betrugen im Abrechnungsjahr 2014 demnach 1,93 Euro. Zum Vergleich: 2013 betrugen sie 1,78 Euro. Eine 70 Quadratmeter große Wohnung war 2014 laut Berechnung der Mietervereinigung mit durchschnittlich 135,10 Euro an Betriebskosten monatlich (und 1.621,20 Euro jährlich) belastet. Die Betriebskosten sind damit um mehr als acht Prozent gestiegen. Die Jahresinflationsrate ist demgegenüber leicht gesunken.

Verwaltungshonorar und Versicherungsprämien

Mehr als ein Drittel der Betriebskosten entfielen auch im Jahr 2014 wieder auf das Verwaltungshonorar sowie Versicherungsprämien – und damit, wie die Mietervereinigung stets kritisiert, "auf Kosten, mit denen der Eigentümer sein eigenes Risiko absichert bzw. seine rechtliche Vertretung von den Mieterinnen und Mietern bezahlen lässt".

"Genauso wie die Grundsteuer werden keine dieser Kosten von den MieterInnen verursacht und sollten daher auch nicht von diesen zu tragen sein", so Hanel-Torsch. Sie fordert daher erneut, diese Positionen aus dem gesetzlichen Betriebskostenkatalog zu streichen.

Kosten im Detail

Die Müllentsorgungskosten sind von jährlich 2,49 Euro/m² auf 2,73 Euro/m² gestiegen. Die jährlichen Wasserkosten von 3,98 Euro/m² auf 4,02 €/m². Die Versicherungsprämien betrugen 2013 rund 5 Euro/m², 2014 rund 4,97 €/m². An Reinigungskosten sind 2013 noch 5,11 Euro/m² angefallen, 2014 waren es jährlich 5,43 Euro/m².

Das Verwaltungshonorar hat sich von 3,25 €/m² auf 3,385 €/m² verändert. In Häusern mit Aufzügen sind 2014 noch zusätzlich 2,78 €/m² an Liftkosten angefallen. 2013 waren das noch 2,30 €/m². (red, 28.7.2016)

  • 2014 entfielen jährlich 5,43 Euro/m² an Reinigungskosten.
    foto: apa/hochmuth

    2014 entfielen jährlich 5,43 Euro/m² an Reinigungskosten.

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