Amoklauf von München: Täter womöglich Rassist und Rechtsextremist

28. Juli 2016, 12:21
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"FAZ": Ermittler prüfen Attacke auf Menschen mit Migrationshintergrund

München – Der Todesschütze von München soll nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ein Rassist mit rechtsextremistischem Weltbild gewesen sein. Ermittler würden derzeit prüfen, ob David S. bei seiner Tat gezielt Menschen ausländischer Herkunft tötete, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Nach Erkenntnissen deutscher Ermittler war der Schütze aber wohl nicht in rechtsextreme Netzwerke verstrickt. Darauf gebe es jedenfalls keine Hinweise, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Donnerstag in Gmund am Tegernsee. Klar sei, dass der 18-Jährige wohl Sympathien für den rechtsextremen norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik hatte.

Der 18-jährige Deutsch-Iraner hatte am Freitag neun Menschen und dann sich selbst erschossen – alle Opfer hatten Migrationshintergrund. Der Todesschütze verstand es laut "FAZ" es als "Auszeichnung", dass sein Geburtstag, der 20. April 1998, auf den Geburtstag Adolf Hitlers fiel. Die Aussagen über die Hitler-Begeisterung stammen demnach aus dem engsten Umfeld des Manns. Er sei stolz darauf gewesen, als Iraner und als Deutscher "Arier" zu sein. Türken und Araber habe er gehasst und ein "Höherwertigkeitsgefühl" ihnen gegenüber gehegt.

Die Nationalsozialisten erklärten in ihrer Rassenideologie die Deutschen als Arier zu einer überlegenen Menschengruppe, ursprünglich bezeichnete der Begriff Angehörige eines der frühgeschichtlichen Völker mit indogermanischer Sprache in Indien und im Iran. Als weitere mögliche Erklärungen für die Tat gelten die psychischen Probleme des Schützen und ein Racheakt wegen Mobbings durch Gleichaltrige. (APA, 27.7.2016)

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