Wie gerne leben Sie in der Leopoldstadt?

Umfrage3. August 2016, 08:00
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Was macht den zweiten Bezirk für Sie attraktiv? Posten Sie Ihre Einschätzungen im Forum, und stimmen Sie ab!

Zwischen Donaukanal und Donau liegt die Leopoldstadt, benannt nach Kaiser Leopold I. Die topografische Struktur des Bezirks hat sich vor allem um die Jahrhundertwende und in der NS-Zeit verändert. So wurde die Brigittenau abgetrennt und zum eigenen Bezirk, Teile des zweiten Bezirks kamen zum heutigen Floridsdorf und zur Donaustadt.

Die Mazzesinsel, wie der zweite Bezirk auch genannt wird, war eine Hochburg jüdischer Kulturstätten. Synagogen, Tempel, Kaffeehäuser und jüdische Schulen wurden bei Pogromen in der NS-Zeit vernichtet und Bewohner in Konzentrationslager deportiert. Zahlreiche "Steine der Erinnerung" vor Häusern des zweiten Bezirks sollen Mahnmal dieser Zeit sein und der ermordeten Menschen gedenken. Heute leben circa 40 Prozent aller knapp 7.000 Wiener Juden im Bezirk.

Naherholung und Kulinarik

Durch den Ausbau der U2 in den zweiten Bezirk, den Bau des Campus der Wirtschaftsuniversität und zahlreicher Wohnprojekte wurde die Leopoldstadt in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Wohnbezirk für Studierende und Familien. Drei große Lebensmittelmärkte, der Karmelitermarkt, der Volkertmarkt und der Vorgartenmarkt sind beliebte Einkaufsmöglichkeiten, und im Sommer bietet der Donaukanal mit vielen Strandbars urbanes Flair.

Ein zentraler Verkehrsknotenpunkt des Bezirks ist der Praterstern. Von hier aus gelangt man auch in den Prater, der vor mehr als 250 Jahren noch dem Adel zur Jagd vorbehalten war. Seit dieser Zeit ist das grüne Naherholungsgebiet und der Wurstelprater, das Vergnügungsviertel mit dem Riesenrad, beliebtes Ausflugsziel. Der Augarten mit der Porzellanmanufaktur und dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben bietet den Bewohnern der Leopoldstadt ebenfalls eine große Grünfläche.

Die "Grätzelmacher"-Serie stellt wöchentlich einen Wiener Bezirk anhand seiner Persönlichkeiten und sozialen Initiativen vor. In dieser Umfrage bitten wir Grätzelbewohner um ihre Einschätzung zum Bezirk generell. Stimmen Sie ab, und posten Sie Ihre Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Grätzelbeobachtungen im Forum! (haju, 3.8.2016)

  • Blick auf den Karmelitermarkt, einem der ältesten Märkte Wiens.
    foto: standard

    Blick auf den Karmelitermarkt, einem der ältesten Märkte Wiens.

  • Die "Steine der Erinnerung" als Mahnmal der NS-Verbrechen.
    foto: christian fischer

    Die "Steine der Erinnerung" als Mahnmal der NS-Verbrechen.

  • Sport und Erholung im Prater.
    foto: apa/herbert p.oczeret

    Sport und Erholung im Prater.

  • Der Wiener Praterstern ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im zweiten Bezirk.
    foto: ap/ronald zak

    Der Wiener Praterstern ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im zweiten Bezirk.

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