Nach acht fetten Jahren gehen Weinexporte erstmals zurück

27. Juli 2016, 12:32
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Die erwartete schwache Ernte trübt den Ausblick für 2017

Wien – Nach acht fetten Jahren gibt es erstmals einen Rückgang bei den Weinexporten. Mit 143 Millionen Euro wurde 1,1 Prozent weniger umgesetzt als noch vor einem Jahr, insgesamt gingen 48 Millionen Liter ins Ausland.

"Für Experten ist das keine Überraschung, denn der schwierige, auch mengenmäßig kleine Jahrgang 2014 hinterlässt nun auch in der Exportbilanz seine Spuren", teilte die Österreich Wein Marketing in einer Aussendung mit.

Zuwächse verzeichnete der Qualitätswein, "wobei vor allem die Rotweine mit einem Plus von fast vier Millionen Euro positiv überraschten", so die Vermarkter. Fasswein, Weine ohne nähere Herkunftsbezeichnungen und auch Prädikatsweine gingen hingegen zurück. Einbrüche gab es beim Schaumweinexport und vor allem beim Perlwein.

Bei Exporte in Drittstaaten gab es ein Umsatzwachstum von zehn Prozent, wogegen die EU28-Bilanz ein Minus von 4,8 Prozent aufweist.

"Besonders schmerzhaft erscheint in diesem Licht die Tatsache, dass auch die Ernte 2016 neuerlich Versorgungsprobleme erwarten lässt. Zwar kann man beim Grünen Veltliner noch immer auf eine Durchschnittsernte und gute Qualität hoffen, aber beim Rotwein, speziell bei der Sorte Zweigelt und bei den steirischen Spezialitäten, sieht es nach dem Spätfrost Ende April nicht sehr rosig aus", so die Wein Marketing. (APA, 27.7.2016)

  • Beim Wein Marketing erwartet man auch heuer eine schlechte Ernte.
    foto: apa / dpa / rumpenhorst

    Beim Wein Marketing erwartet man auch heuer eine schlechte Ernte.

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