Anhörung geflohener türkischer Militärs in Griechenland verschoben

27. Juli 2016, 11:28
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Asylantrag der mutmaßlichen Putschisten äußerst heikel – Anwältin: "Sie haben Angst um ihr Leben"

Athen – Griechenland hat die Anhörung von acht geflüchteten türkischen Militärs um einen Monat verschoben. Die mutmaßlichen Putschisten haben in Griechenland einen Antrag auf politisches Asyl gestellt. Die Anhörung der ersten beiden Militärs soll nun am 19. August beginnen, gaben deren Rechtsanwälte gegenüber griechischen Medien bekannt. "Sie haben Angst um ihr Leben. Sie sind froh, dass sie noch wenige Tage gewonnen haben", sagte eine Anwältin dem Nachrichtenportal nesit.gr.

Die türkische Regierung verlangt, dass Griechenland die Männer sofort ausliefert. Eine andere Entscheidung würde "den bilateralen Beziehungen der beiden Staaten nicht helfen", erklärten türkische Diplomaten in Athen.

Mit Hubschrauber geflüchtet

Die zwei Majore, vier Hauptmänner und zwei Unteroffiziere waren nach dem gescheiterten Putsch mit einem Militärhubschrauber in Alexandroupolis nahe der türkischen Grenze gelandet.

Griechischen Juristen zufolge kann das Asylverfahren mehrere Monate dauern, wenn die Offiziere alle Rechtsmittel bis zum obersten Gerichtshof ausschöpfen. (APA, 27.7.2016)

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