Serbien: Seit Freitag 466 illegale Grenzübertritte verhindert

27. Juli 2016, 10:32
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Belgrad erwartet Hilfe der EU für Lösung der Flüchtlingskrise

Belgrad – Belgrad hat am Mittwoch die EU-Staaten um Hilfe bei der Lösung der Flüchtlingskrise im Balkanland ersucht. "Die Balkanroute ist nicht geschlossen worden", erklärte Nenad Ivanisevic, Staatssekretär des Arbeitsministeriums, gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS. Man sei bemüht, mit der Staatengemeinschaft die Frage zu besprechen, wie die Flüchtlingsfrage in legale Wege zu bringen wäre.

Serbien ist seit der Vorwoche bemüht, durch den Einsatz gemischter Militär-Polizei-Teams an der Grenze zu Bulgarien und Mazedonien die illegalen Grenzüberschreitungen zu unterbinden. Seit letztem Freitag seien Versuche von 466 Flüchtlingen, die Grenze illegal zu passieren, verhindert worden, erklärte ein Militärsprecher am Mittwoch unter Hinweis, dass die Zahlen im Anstieg seien. Jovan Krivokapic präzisierte auch, dass sich an den beiden Grenzen derzeit vier Hubschrauber im Einsatz befänden, und die Kontrollteams auch mit Wärme- und Nachtsichtkameras ausgerüstet seien.

Etwa die Hälfte der rund 3.000 Flüchtlinge, die sich derzeit in Serbien aufhalten, harrt an den zwei Grenzübergängen zu Ungarn und in einem naheliegenden staatlichen Aufnahmezentrum aus. Etwa 500 Meter vom Grenzübergang Horgos-Röszke entfernt befinden sich einige Dutzend Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan seit Montag früh im Hungerstreik. Praktisch alle Flüchtlinge waren illegal nach Serbien eingereist. (APA, 27.7.2016)

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