Große Mehrheit deutscher Ökonomen rechnet mit Scheitern von TTIP

27. Juli 2016, 08:29
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Umfrage von Ifo-Institut und "FAZ": 70 Prozent der befragten Ökonomen halten Abschluss für unwahrscheinlich

Wien – Die meisten deutschen Ökonomen gehen davon aus, dass der Handelspakt TTIP, den die EU derzeit mit den USA verhandelt, nicht zustande kommen wird. Das geht aus einer Befragung von 124 Ökonomen hervor, die das Ifo-Institut und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" durchgeführt haben. 70 Prozent der Wissenschafter sehen es als "unwahrscheinlich" oder "sehr unwahrscheinlich" an, dass sich die beiden Wirtschaftsräume auf ein gemeinsames Handelsabkommen einigen.

Die Verhandlungen verlaufen schleppend, was Investitionsschutz, die Landwirtschaft oder etwa das öffentliche Beschaffungswesen anbelangt, ist man noch weit auseinander. Sowohl die EU-Kommission als auch die US-Regierung haben sich aber wiederholt dafür ausgesprochen, noch heuer zu einer Einigung zu kommen. Im November wählen die USA einen neuen Präsidenten, sowohl Hillary Clinton als auch Donald Trump zeigten sich gegenüber Handelspakten zuletzt kritisch.

Die befragten deutschen Ökonomen würden den Abschluss von TTIP aber großteils begrüßen. Zwei Drittel sehen TTIP als sinnvoll an, ein Viertel ist gegen das Abkommen. (red, 27.7.2016)

  • In der deutschen Bevölkerung ist TTIP höchstumstritten, die Ökonomen des Landes halten das Abkommen für sinnvoll. Mit einem erfolgreichen Abschluss rechnen sie trotzdem nicht.
    foto: apa / afp / thys

    In der deutschen Bevölkerung ist TTIP höchstumstritten, die Ökonomen des Landes halten das Abkommen für sinnvoll. Mit einem erfolgreichen Abschluss rechnen sie trotzdem nicht.

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